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Achter Theil, oder dritter Supplementband. A-Z.
Seite
199
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Gcrbegang 199

Bodensteinen hinweggestellt seyn, als ein ausgeschäl-rer Kern hoch ist, wenn man ihn der Länge nach auf-stellt, damit die Körner nicht zermalmt, sondern blosdurch das Reiben des Steines von ihrer Hülse be-freit werden. Wenn übrigens der Bodenstein 4 Fußim Durchmesser hat, so hat der Läufer 3 Fuß 8Zoll. Die Höhe des letztem kann ii bis 2 Fußbetragen.

Das Gerüst, worauf der Mahlgang und derGerbegang steht, hat zwei lange Hauptbalken, die anbeiden Enden in der Mauer befestigt sind, und zwarvon festem Eichenholze, i; Fuß ins Gevierte. Andem Orte,wohin der Gerbegang zu stehen kommt, müf,sen noch zwei eben so dicke Querbalken angebracht seyn.Sie sind in jenem erwähnten vordcrn und hinrern Haupt-balken so befestigt, daß sie nur 2 bis 8 Zoll über demDurchmesser der Steine zu beiden Seiten hervorste,hen. In diese zwei Querbalken ist wieder ein kleinerRiegelbalken von gleicher Masse und Dicke eingepaßt,der mit dem vordem Hauptbalken dieselbe Entfernunghak, wie die beiden Querbalken unter sich, so, daß allezusammen ein Viereck bilden, welches, wenn die Mühl,steine darauf gelegt werden, überall gleich weit 2 bis3 Zoll über deren Durchmesser vorsteht. In diesesViereck muß durch die ganze Dicke der Balken einesolche runde Verticfilng hineingearbeitet seyn, daß derdarauf gelegte Mühlstein an allen Seiten ungefähr 2Zoll breit auf dem Viereck-Gebälke aufliegt. Untenist diese Rundung zugemacht; nur in der Mitte bleibteine viereckige Ocffnung von ii bis 2 Fuß im Durch-messer, wodurch Luft eindringen kann.

In jener Höhlung wird ein kleines Winhrad(wie bei manchen Getreide-Rcinigungsmafchincn ) an-gebracht. Dieses Windrad macht die Hauptsache beimganzen Gerbcgange aus. Es ist dem Auge verborgen,weil es in der Höhlung der Balken sich befindet, wor-auf die Steine ruhen. Vier Windfiügel sind in die-ser Höhlung übcrs Kreuz gestellt. Es dienten dazu