200 Gerbrgang
vier eichene oder buchene Hölzer, jedes 2 Zoll dick,
4 Zoll hoch, und so lang, daß sie bis auf einen Zollfreien Raum durch die Höhlung reichten. Sie gehenüber die im Mittelpunkte befindliche eiserne Stange,woran sie befestigt sind. Vier Flügel von dicker Pappesind an jene Hölzer genagelt; jeder derselben ist 20Zoll lang und 9 bis io Zoll breit. Am äußern Randebedürfen sie 1 Zoll Raum zur freien Bewegung. Siereichen ungefähr mit der Hälfte ihrer Länge in dieLuft-Ocffnung, um Luft zu schöpfen und Wind zumachen. — Da hölzerne Flügel leicht brechen, sosind sie den pappenen nachzusetzen, welche sich biegenund wieder von selbst gerade richten, wenn sie irgend«wo anstreifen.
Nicht weit von jedem Mahl- und Gerbegangehat das Gerüst zwei aufrecht stehende Tragepfosten un.ter dem vordem, und gerade gegenüber zwei unter demHintern langen Hauptbalkcn. In diese Pfosten sindgleichförmig, vorn und hinten, der Länge nach zweiBalken eingezogen, £ Fuß hoch und 3 Zoll dick, undin diesen Balken zieht sich ein Querbalken von dervordem Seite nach der Hintern zu, 1 Fuß hoch und* Fuß dick. Dieser Querbalken muß so gerichtet seyn,daß er unter dem Mittelpunkte des Gerbestcineö hin-läuft, und auf ihm ist im Mittelpunkte der Steineeine bewegliche eiserne Stange (wie das Mühleisendes Mahlganges) befestigt. Letztere Stange geht durchdas Windrad und durch den Bodenstein in den Lau,fer hinein.
Die vier Windflügel sind an jene eiserne Stangeauf folgende Art befestigt. Zwei Flügel sind am Holz,stiele etwas ausgehöhlt; sie fassen das Eisen in derMitte. Gleich daneben find durch dieselben Stiele ilZoll weite, viereckig Ocffnungrn gemeißelt. Die Stieleder beiden andern Flügel sind aber so dünn geschnitzt,daß man sie durch diese gemeißelten Ocffnungen hin,durchschieben kann. Auf der andern Seite find siemit Schließen verwahrt.