Geschwindigkeitsveränderungen 209
ein« feste, mit der sich nun die Achse zugleich umdreht,und so die langsamere Bewegung des Mule bewirkt.
Hat das Schwungrad die gehörige Anzahl vonUmdrehungen verrichtet, so wird die erwähnte Leirsiangedurch Räderwerk gegen die feste Rolle geschoben; da-durch entfernt sich die kleine lose Rolle von der sie hal-tenden Klaue, und die größere lose Rolle kommt mitder festen in Verbindung. Das Schwungrad erhältdann eine schnellere Bewegung.
In den Manufakturen zu Manchester wurde dieseVorrichtung im Jahre 1797 zuerst gebraucht. Manlegte sie aber deswegen wieder bei Seite, weil sie mitErschütterungen verknüpft war, die nachtheilig auf dieübrigen Maschinerien wirkten.
Man denke sich auf einer Achse fünf Rollen nebeneinander, wovon die mittelste stets fest ist, die vierübrigen aber, von verschiedener Größe, lose Rollensind. Ist der Riemen ohne Ende um die feste Rollegeschlagen, so ist der Mule in Ruhe, weil dann blosdie Achse sich umdreht, ohne die losen Rollen mit her-umzuführen. Soll aber die Mulemaschine in Bewegunggeseht werden, so wird der Riemen durch eine Leit-oder Schiebestange auf die links zunächst der festenRolle befindliche lose Rolle geschoben. Diese nimmtdenn auch die zweite benachbarte Rolle mit herum.Letztere ist mit einer zweiten, auf einer anderen paralle-len Achse (der Schwungradsachse) sitzenden, Rolle durcheinen anderen Riemen verbunden; und eben dadurchwird dem Mule die langsamere Bewegung mitgetheilt.Hernach schiebt die Leitsiange den Riemen von obigerersten losen Rolle links auf die erste lose Rolle rechts.Hierdurch wird die zweite, und zwar größere lose Rollerechts mit herum gedreht. Diese ist ebenfalls durcheinen Riemen mit einer Rolle auf der Schwungrads-achse verbunden, wodurch letztere und das Schwungradin schnellere Bewegung versetzt wird.
Da diese schon umö Jahr 1799 in Manchester gebräuchliche Vorrichtung nicht die oben getadelten Er-Popxe Encvclov. VIU. od. »r Suvplem. Dd. £