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Hydraulische Presse
der Röhre an Länge und der drückenden Wassersäulean Höhe abging. Man hätte sonst, wenn die drückendeWassersäule allein eine sehr große Wirkung hervorbrin-gen sollte, die Röhre gar zu lang (60, 80, 100 undmehr Fuß lang) machen müssen.
Bei Bramahs Presse wirkt der Druck derWassersäule, vereint mit der Hebelkraft, auf den Kol-ben in einem weiten Cylinder» dieser Druck bewegtden Kolben gewaltsam in die Höhe. Die starke Kol-benstange enthält an ihrem Ende eine starke eisernePlatte, und in einiger Entfernung über derselben geht,parallel mit der Platte, ein starker beweglicher Riegel,welcher zu dem mit dem Erdboden auf das Festesteverbundenen Gestelle oder Gerüste der Maschine gehört.Zwischen die Platte und diesen Riegel werden die zupressenden Körper gelegt. Wenn dann der Kolbendurch den bewußten hydromechanischen Druck in dieHöhe getrieben wird, so wird der zwischen Platte undRiegel liegende Körper sehr stark, oft ganz außerordent-lich stark zusammengepreßt-
Durch den gewaltsamen Druck von unten nachoben könnte aber auch der unbewegliche Riegel auf-wärtS ausweichen, wodurch der pressenden Kraft selbstEintrag geschähe; und ohnehin wäre auch eine solchePressungSart etwas unnatürlich, weil alle übrigen Pressen(Schraubenpressen, Hebelpressen rc.) mit ihrem Druckeherunterwärts, oder von oben nach unten wirken.
Giebt man zwei gegenüber liegenden Seiten derstarken eisernen Kolbenstangen Zähne (wie ;. B. dieStangen der Wagenwinde sie haben), läßt man dieseZähne auf jeder Seile in ein Stirnrad greifen, bringtman auf jeder der gegenüber liegenden Seiten dieserbeiden Stirnräder wieder eine gezahnte Stange an,welche von den Stirnrädern bewegt werden kann, undvereinigt man die oberen Enden dieser beiden gezahn-ten Stangen durch einen starken eisernen Querrirgel miteinander, so wird man folgende Wirkung der Presseleicht begreifen können.