Band 
Achter Theil, oder dritter Supplementband. A-Z.
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Hydraulische Presse

düng der vom Herrn Ritter von Reichenbach in Auzs-bürg neu erbauten Wasscrmaschine. Bd. IX. S. I 4 r f.Beschreibung und Abbildung der großen Soolenhebunzs-Maschine zu 3 fCssang bei Berchtesgaden . Bd. XI. ig23-©. 62 f. Ueber Westga rths hydraulische Maschine oderDruckmaschine, beschrieben von SmeatoU und übersetztaus den Transactions of the Society sor thè encourage-ment of Arts etc. Voi. V.

Hydraulische Presse , Hydrostatischeund Hydromechanische Presse. Wir wissenlängst, daß die hydraulische obe>5 hydrostati-sche Presse mittelst deö Druckes einer in einer lan-gen Röhre eingeschlossenen hohen Wassersäule wirkt ( s.Hydrostatische Presse Bd. VII.). Wir wissenaber auch (aus Band II. neue Auflage), daß diedrückende Kraft der hohen Wassersäule noch durch eineäußere mechanische Kraft, nämlich durch Hebelkrast,außerordentlich verstärkt werden kann, indem von einemHebel der anderen Art, und zwar in geringer Entfer-nung von dem Umdrehungspunkte des Hebels, an einerStange ein kleiner solider Pumpcnkolben in die langeRöhre bis auf eine geringe Tiefe herabhängt, an demwohl sechs-, acht-, zehn-und mehr Mal entfernterenEnde des Hebels aber ein Griff sich befindet, woranman den Hebel herunterwärkS drückt, folglich den Kolbengegen die schon von selbst drückende Wassersäule in derRöhre anpreßt. Dadurch wird die drückende Wasser-säule in dem Verhältnisse verstärkt, wie die Entfer-nung der Kraft an dem Griffe von dem Umdrehungs-punkte größer ist, als die Entfernung des Pumpenkol-bens (der Last oder des Widerstandes) .von demselbenUmdrehungspunkte. So hat man die hydrome-chanische Presse.

Mann konnte also nun die Röhren mit der drücken-den Wassersäule kürzer machen, als ohne jene Hebel-kraft geschehen wäre, und durch diese Hebelkraft daswieder vollkommen oder gar überwiegend ersehen, was