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Achter Theil, oder dritter Supplementband. A-Z.
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Hydraulische Presse

der erste ist, so geht, bei gleichen übrigen Umständen,die rückgängige Bewegung des Schlittens um vielesschneller von Statten, ale die Bewegung vorwärts. Da-ist auch sehr natürlich. Denn bei der rückgängigen Ve.wegung arbeiten die Meißel nicht; daher ist von demKolben nur der von der Reibung entstandene Widerstandzu überwältigen.

Nimmt man die Geschwindigkeit des mit denMeißeln versehenen Rades als beständig an, so werdendie Meißel um so mehr zu arbeiten haben, je breiterund härter das abzuhobelnde Hol; ist, und je mehr ihmvon seiner Dicke^genommen werden soll. ' Wollte mannun die Reibung der Meißel beständig machen, so müßteman den Gang der Schlitten mehr oder weniger beschleu-nigen, je nach den Dimenstonen und der Beschaffenheitdes Holzes, welches abgehobelt werden soll.

Vermöge eines Hahns kann man eine größere odergeringere Quantität Wasser in die Röhre der hydrauli-schen Presse bringen, und von dieser Woffermenge hängtdie Geschwindigkeit der Schlitten bei ihrer vorwärtsschreitenden Bewegung ab. Der Griff dieses Hahnshat die Gestalt eines Zeigers, der sich auf einem in Gradeeingetheilten Kreise bewegt. Ist der Hahn vollkommengeschlossen, so wird der höchste Grad der Geschwindigkeiterreicht; ist der Hahn ganz aufgedreht, so fließt dasWasser in einen Behälter ab, und die Geschwindigkeitist Null. Auf ähnliche Weise befindet sich auch einHahn, ein Zeiger und ein Quadrant an derjenigen Lci-tungsröhre, welche das nöthige Wasser zur Rückbe-wegung des Schlittens liefert.

Bramah hat mit der gesammtcn Preßvorrichtungeine Dampfmaschine mit einer Kraft von sechs Pferdenverbunden. An der Mauer, welche den von der Dampf-maschine und von der Hobelmaschine eingenommenenRaum trennt, ist eine horizontale eiserne Stange, welchean einem Ende ein kreisförmiges Loch hat, in einen halb-erhabenen Kreis von gleichem Durchmesser eingelassen.Dieser Kreis ist auf excentrische Weise an der Horizonts-