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Hydraulische Presse
Icn Achse befestigt, die unmittelbar durch die Dampf.Maschine bewegt wird. Das andere Ende der Stangeist durch einen Bolzen an dem einen Arme eines umge-bogenen Hobels befestigt, dessen zweiter Arm den Kolbeneines Saugwerks in Bewegung fetzt. Durch diese Be-wegung kommen zwei Saugwerke in Thätigkeit; daserste dient zur horizontalen Bewegung des Schlittens,das andere zur vertikalen Bewegung des mit Meißelnversehenen Rades.
Leicht wird man aus dem Bisherigen begreifen, daßjede Umdrehung der horizontalen Achse eine Umdrehungder vertikalen Achse erzeugt ( wenn man die Mittelräder,welche einander die Bewegung mittheilen, als gleich an-nimmt). In derselben Zeit hebt und senkt die horizontaleStange den Kolben ein Mal, der den Schlitten in Be-wegung setzt. Die Menge des in die hydraulische Presseeinbringenden Wassers steht daher im Verhältnisse mitdem Raume, den die Meißel an dem arbeitenden Radedurchlaufen. Wenn daher auch die Geschwindigkeit derbewegenden Kraft verschieden ausfällt, so haben dochdie von den Meißeln gezogenen Furchen dieselbe Breite,so lange der Zeiger, welcher den Lauf der Schlitten be-zeichnet, auf demselben Punkte des Quadranten bleibt.
Einfach, und leicht zu unterhalten, ist übrigens diebeschriebene Maschine. Ein kleiner Keif oder eineSchraube reichen hin, um jedes Schneidzeug einzeln zubefestigen oder herauszunehmen. Die beiden einfachenVerzahnungen arbeiten, ohne sehr zu leiden. Doch mußman, wenn das Hauptrad in Bewegung gesetzt werdensoll, Sorge tragen, es vorher mit der Hand zu drehen,weil sonst durch die Gewalt, womit die Dampfmaschinearbeitet, leicht Zähne an den Rädern abgebrochen wer-den können. Der ökonomische Effekt der Maschine istgroß. Sie erfordert geringe Unterhaltungskosten undarbeitet mit großer Geschwindigkeit.
In dem berühmten englischen.Zeughause zuWool-wich dient eine kleine hydraulische Presse zum Bohrender Metalle. Eine Dampfmaschine setzt den senkrechten