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Hydraulische Presse
Bohrer in Umdrehung. Mit der einen Hand legtder Arbeiter das Stück Metall, in welches er einmehr oder weniger tiefes Loch bohren will, unter denBohrer und auf die Unterlage der hydraulischen Presse,mit der andern Hand drückt er auf den Hebel derWasser einlassenden Pumpe und ordnet die Bewegungso an, daß sich da« Metallstück nach Maßgabe seinerArbeit nähern muß.
Da, wo man die hydraulische oder hydromecha-nlsche Presse zum Packen, Oclprcsscn, Ausdrücken vonWasser und zu manchen anderen Zwecken anwandte, nahmman an derselben einen Fehler wahr, welcher in einergroßen Verschiedenheit der die Presse treibenden Kraftbestand, indem der Widerstand derjenigen Artikel, diesich unter dem Drucke befanden, bei den verschiedenenPerioden des Drucks verschieden war. Dadurch gingnun nicht blos Zeit verloren, sondern die Kraft mußte,wenn man die Wasser zuführenden Pumpen stets durchdieselbe Kraft bewegen ließ (welches der Fall war,wenn eine Dampfmaschine oder eine andere Maschinedie Kraft dazu hergab), eine unregelmäßige Wirkunghaben.
Auf eine einfache und sinnreiche Art haben Spil-ler und Brama h diesen Fehler, und zwar zuerst beieiner Oelpresse, hinwegzuschaffen gesucht. Man denkesich zuerst einen liegenden Preßcylinder mit dem darinbefindlichen Preßkolben, und zwischen letzterem und derfesten Wand (welche ganz unten die Auslauföffnungfür das Oel enthält) die Säcke mit dem Oelfamen.In den Cylinder führen twei Röhren das Wassergegen den Preßkolben. Durch zwei Pumpen wirddas Wasser in jene Röhren geschafft, und zwar auseiner Cisterne, der es nie an Wasser fehlen darf.
An einer Achse, welche ein großes Schwungradenthält, denke man sich die Kraft, welche jene Pum-pen treiben soll. An derselben Achse sitzt ein Stirn-rad fest, welches in ein anderes Stirnrad greift. An