dort gab man ihn wieder, vielstimmig, in wüstemTriumph, hetzte einander damit zum Tanz undSchleudern der Glieder und ließ ihn niemals ver-stummen. Aber alles durchdrang und beherrschteder tiefe, lockende Flötenton. Lockte er nicht auchihn, den widerstrebend Erlebenden, schamlos beharr-lich zum Fest und Unmaß des äußersten Opfers?Groß war sein Abscheu, groß seine Furcht, redlichsein Wille, bis zuletzt das Seine zu schützen gegen denFremden, den Feind des gefaßten und würdigenGeistes. Aber der Lärm, das Geheul, vervielfachtvon hallender Bergwand, wuchs, nahm überhand,schwoll zu hinreißendem Wahnsinn. Dünste be-drängten den Sinn, der beizende Ruch der Böcke,Witterung keuchender Leiber und ein Hauch wievon faulenden Wassern, dazu ein anderer noch, ver-traut: nach Wunden und umlaufender Krankheit.Mit den Paukenschlägen dröhnte sein Herz, sein Ge-hirn kreiste, Wut ergriff ihn, Verblendung, betäu-bende Wollust, und seine Seele begehrte, sich anzu-schließen dem Reigen des Gottes. Das obszöneSymbol, riesig, aus Holz, ward enthüllt und erhöht:da heulten sie zügelloser die Losung. Schaum vorden Lippen tobten sie, reizten einander mit geilenGebärden und buhlenden Händen, lachend undächzend, stießen die Stachelstäbe einander ins Fleisch
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