und leckten das Blut von den Gliedern. Aber mitihnen, in ihnen war der Träumende nun und demfremden Gotte gehörig. Ja, sie waren er selbst, alssie reißend und mordend sich auf die Tiere hinwarfenund dampfende Fetzen verschlangen, als auf zer-wühltem Moosgrund grenzenlose Vermischung be-gann, dem Gotte zum Opfer. Und seine Seelekostete Unzucht und Raserei des Unterganges.
Aus diesem Traum erwachte der Heimgesuchteentnervt,zerrüttet und kraftlos demDämonverfallen.Er scheute nicht mehr die beobachtenden Blicke derMenschen; ob er sich ihrem Verdacht aussetze, küm-merte ihn nicht. Auch flohen sie ja, reisten ab;zahlreiche Strandhütten standen leer, die Besetzungdes Speisesaals wies größere Lücken auf, und in derStadt sah man selten noch einen Fremden. DieWahrheit schien durchgesickert, die Panik, trotzzähen Zusammenhaltens der Interessenten, nichtlänger hintanzuhalten. Aber die Frau im Perlen-schmuck blieb mit den Ihren, sei es, weil die Gerüchtenicht zu ihr drangen oder weil sie zu stolz undfurchtlos war, um ihnen zu weichen: Tadzio blieb;und jenem, in seiner Umfangenheit, war es zuweilen,als könne Flucht und Tod alles störende Leben inder Runde entfernen und er allein mit dem Schönenauf dieser Insel Zurückbleiben, — ja, wenn vor-
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