Band 
Zweyter Theil.
Seite
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ringen die ganze Gegend beunruhigten. Derletzte Herzog von Zähringen und erste Schult-heiß von Bern entführte die schöne Jda ausdem Schlöffe Unspunnen , und entstammtedadurch austs Höchste den fürchterlichen Haßder beyden Häuser gegen einander. Als dieZeit und das Alter den Zorn des Freyherr»besänftigt hatten, entwaffnete sein Schwie-gersohn denselben ganz, als er ihm seinenEnkel vorführte. Eine vollständige Aussöh-nung vereinigte beyde Häuser wieder und gabauch den Unterthanen den lang ersehnten Frie-den. Das Andenken dieser Aussöhnung seyer-ten iw der Folge die Landleute, welche beydiesem Frieden am meisten gewannen, durchein jährliches Fest. Aber in der Folge der Zeitist das Andenken der schönen Jda beynaheerloschen, und man fcyerte seither diese»Fest immer seltener^ nach Lutz scheint es inden Jahren a6o5 und aöo8 zum letzten Malgefeyert worden zu seyn.

Der Thunersee , tzer schönste und größtedes Canbons, bietet die großartigsten Ansich-ten und die lachendsten Landschaften dar, ihnumgeben ausgezackte Felsen, von denen imFrühling eine Lawine nach der andern hinab-