Borne liegt eine berühmte Einsiedelei), de-ren Kirche, Zellen u. s. w. aus Felsenbohlenbestehen; ikre Anlage schreibt sich aus dem16. Jahrhundert her. Zwey Einsiedler, wel-che sich gewöhnlich dort aufhalten, bewirthendie Reisenden mit Honig, Wein und Dlu«nie», als Erzeugnissen ihrer Industrie.
Wir kebren auf das rechte Ufer der Rho ne zurück, und steigen durch die Weingärtenvon Sitten aufwärts in eine vollkommeneAlpengegend. Das wohlhabende Dorf Avenstehc im ausgezeichnetsten Ruf« der Gast-freundschaft. »Werden die Bauern" — schreibtein Reisender — »einen Fremden ansichtig,so rufen sie ihn herbey, und führen ihn inihre Keller, als den reinlichsten Raum ihrerHütten; man setzt sich auf große Bänke nie-der, ein Faß vertritt die Stelle des Tisches,der Dauer schenkt ein, Brot, Käse und Eyerwerden angetragen; je länger der Gast bleibt,desto mehr Freude bezeigt der Wirth, undwürde selbst sein Bette hergeben, wenn jenerdie Nacht unter seinem Dache zubringen woll-te;" doch fügt jener Reisende den Rath bey,ein Heu- oder Strohlager in der Scheunevorzuziehen, weil die Reinlichkeit der Bauern