Band 
Dritter Theil.
Seite
240
JPEG-Download
 

Borne liegt eine berühmte Einsiedelei), de-ren Kirche, Zellen u. s. w. aus Felsenbohlenbestehen; ikre Anlage schreibt sich aus dem16. Jahrhundert her. Zwey Einsiedler, wel-che sich gewöhnlich dort aufhalten, bewirthendie Reisenden mit Honig, Wein und Dlu«nie», als Erzeugnissen ihrer Industrie.

Wir kebren auf das rechte Ufer der Rho­ ne zurück, und steigen durch die Weingärtenvon Sitten aufwärts in eine vollkommeneAlpengegend. Das wohlhabende Dorf Avenstehc im ausgezeichnetsten Ruf« der Gast-freundschaft. »Werden die Bauern" schreibtein Reisender »einen Fremden ansichtig,so rufen sie ihn herbey, und führen ihn inihre Keller, als den reinlichsten Raum ihrerHütten; man setzt sich auf große Bänke nie-der, ein Faß vertritt die Stelle des Tisches,der Dauer schenkt ein, Brot, Käse und Eyerwerden angetragen; je länger der Gast bleibt,desto mehr Freude bezeigt der Wirth, undwürde selbst sein Bette hergeben, wenn jenerdie Nacht unter seinem Dache zubringen woll-te;" doch fügt jener Reisende den Rath bey,ein Heu- oder Strohlager in der Scheunevorzuziehen, weil die Reinlichkeit der Bauern