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Pariser Rechenschaft / von Thomas Mann
Entstehung
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14
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14 SCHLIESSLICH, MAN BRAUCHT EINE KOMMODEI

sprachige Grenz- und Mischtypen zumeist; der Geistdes Verkehrs und des Abenteuers spricht aus ihrenvon Kohle imprägnierten Zügen, die von einer ge-wissen niedrigen Mondänität geschärft erscheinen.Die Herrschaften! sagte der unsrige abends beimEinsteigen. Morgens in Paris sagte er:Msieur etdame!

Mittwoch, den 20. Januar, 6 Uhr: Gare de lest .Leichte Behandlung des großen Gepäckstücks durchdie Douane und lange Autofahrt durch die noch nächtige,halb erwachte Stadt. Diese Gefährte sind für uns sehrbillig. Um es auf 5 Franken zu bringen, also zur Zeitauf weniger als eine Mark, muß man weit fahren. Ge-wöhnlich kommt man auf zwei oder drei, also nachunserem Gelde auf beinahe nichts. Dieser Ankunfts-chauffeur blieb der einzige, der uns übervorteilte: erforderte 15 Franken, keineswegs zu viel für unsre Be-griffe, bevor wir im Bilde waren, aber wir haben achtTage später denselben Weg für weniger als die Hälftegemacht.

Hotel Palais dOrsay, Quai dOrsay, weitläufiger Baumit stattlicher Halle, in der noch frühmorgentlich ver-schlafene Stimmung herrschte. In der Reception Zu-weisung eines Zimmers im zweiten Stock, das sich mitseinem kleinen Vorplatz, an dem das Bad lag, als sehrfreundlich erwies, aber im Punkte der Bequemlichkeitder Einrichtung nicht allen Wünschen genügte. Schließ-lich, man braucht eine Kommode! Den obligaten Ka-min mit der vergoldeten Stutzuhr hätten wir gern fürein Möbelstück in Kauf gegeben, der unsere Wäschebergen könnte.