ALLES IST GUT DANN
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hielten oder vielmehr vor Lachen um den Atem brach-ten. Ibsen und Grieg , der unvorsichtigerweise um Ge-winnbeteiligung für seine Peer-Gynt-Musik bei ihmeinkommt. Ibsen und der neugierige Tapezierer, dervor Schreck von der Leiter stürzt, als der greise Troll,ganz Brille, ganz böse Bürgerlichkeit, mit rotglühendemGesicht und weißer Mähne durch eine Tür — und seineebenfalls stark unterirdische Frau durch die andere insZimmer tritt. Die Komik solcher Geschichten steht natür-lich nicht sonderlich hoch; sie ist gesellschaftliche Unter-haltungskomik und muß getragen sein von jenem per-sönlichen Talent, das das gesellschaftlich Schätzens-werteste bleibt. Falls nicht Musik gemacht wird, ist esfür jede Gesellschaft am besten, jemand wie Björn oderauch wie der verstorbene Max Bernstein , der berühmteVerteidiger, ist da und erzählt Geschichten. Alles istgut dann, man genießt und wischt sich die Augen. DasKomische als Labsal, der Humorist als wahrer Wohl-täter der Menschheit, — je älter ich werde, desto innigerempfinde ich es so, und ich habe es sehr früh so emp-funden. „Humorist und also nicht vom ersten Range“,sagt Goethe in „Dichtung und Wahrheit “ von einemitalienischen Künstler. Ich habe es angestrichen und mirhinter die Ohren geschrieben. Es ist ein vorwegnehmendmodernes Urteil nebenbei, welches heute wohl kritischherrschend geworden: Das Humoristische gilt als „bür-gerlich“, und ein Element des Gutmütigen, das ihminnewohnt, mag wohl wirklich der strengen Zeit ent-gegen sein. Aber wie kommt es, daß trotz solcher kri-tischen Verfügung das Humoristische, produktiv, heuteeher in der Ausbreitung als im Rückgänge begriffenist ? Ist Hamsun , der Größte unter den Lebenden, nicht