Band 
I. Theil.
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Einleitüitg.

Schon in diesen Abhandlungen, (die von lllaiber aus-genommen) sind geologische und geogenische Hypo-thesen mit den Traditionen vermischt, erstere oft über-wiegend. Alle übrigen uns bekannt gewordenen Schrif-ten aber, deren Titel von Veränderungen auf dem Erd-ball Erwähnung zu thun versprechen, behandelndiesen Gegenstand blofs geologisch. Die zerstreutenNachrichten, Beobachtungen und Winke, welche übersolchen in historischer Beziehung darin enthaltensind, haben wir indessen, wo sie unserm Zwecke die-nen konnten, benutzt, und in diesen Fällen unsereQuelle jedesmahl angeführt.

Einer persönlichen Lieblings Meynungsoll ki an bey solchen Untersuchungen undDarstellungen nicht huldigen! Wir habenuns bemüht, dieses Gesetz vor Augen zu behalten. Obuns diefs gelungen, darüber steht uns selbst ein Ur-theil nicht zu. Dafsman sich aber zu Einer Meynungmehr als zu der andern neigt, das ist zu natürlich, unddafs man selbst in Entwickelungen, für welche alleinder Verstand thätig seyn sollte, der Neigung des Ge-miiths für die bevorzugte Meynung nachgiebt ohnees sich selbst bewufst zu seyn, das ist zu menschlich,als dafs wir hoffen dürften, diese Schwachheit im-mer mit gleicher Kraft und mit gleichem Glückebekämpft zu haben. Oft aber fanden wir, dafs eineSache, die uns nicht schlecht schien, mit schlechtenGründen behauptet, oft, dafs eine Sache die uns nichtgut schien, mit schlechten Gründen bestritten wurde.Wenn wir in solchen Fallen die Gründe angreifen,so wünschen wir, dafs man uns verstehen , und nichtdie Aeufserung, welche den Gründen gilt, auf dieSache deuten möge. Es hat uns immer unleidlichgeschienen, wenn Gründe nicht zum Satze passen;