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I. Theil.
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I. BUCH.

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derungen in dem Verhältnisse zwischen Land undMeer; selbst da, wo sie durch Zusammenstellung meh-rerer derselben eine mehr allgemeine Ansicht zu be-gründen scheinen, wie Ovid in der bekannten StelleMetamorph. L. 15 . V. 287- folgg. Ehe wir daher diesebesonders seit dem zweyten Drittel des lßten Jahrhun-derts lebhaft erörterten Fragen näher beleuchten, ge-hen wir die Thatsachen durch, welche örtliche Ver-änderungen jenes Verhältnisses anzeigen, und werdennach Zusammenstellung dieser Thatsachen auch Gele-genheit linden, zu prüfen, inwiefern sie zu Schlüssenauf die Veränderlichkeit des oftgedachten VerhältniC-ses im Allgemeinen berechtigen.

Von Veränderungen in dem Verhältnisse zwischenLand und Meer, welche einzelne Theile der Erdober-fläche erlitten haben, d. i. welche örtlich sind, lie-fert die Geschichte Beyspiele in Menge. Wir führen siehier auf nach Verschiedenheit der Erscheinungen,an denen sie erkannt werden, und der Ursachen,durch welche sie, .entweder nach zuverläfsigen Nach-richten, oder muthmafslicher Weise hervorgebrachtworden sind. Die Erscheinungen sind entwedereine Vergröfserung der Meeresfläche durch Umsich-greifen des Wassers, oder ein Vorrücken desLandes. Die erstere zeigt eine scheinbare Vermeh-rung des Wassers, die letztere eine scheinbare Vermin-derung desselben oder Vergröfserung des Landes.