Band 
I. Theil.
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MITTELE. U. SCHWARZ. MEER. 29

und Kanopns gelegen haben sollen, ganz irre wird.Die Trümmer derselben mögen vielleicht unter demWasser des neuen Sees liegen , oder vom Meereselbst weggespült worden seyn. Die Gegend war vorder Bildung des Sees viel zu wenig genau untersucht,und ist es selbst durch die Franzosen nicht hinrei-chend , um darüber etwas Sicheres aufstellen zu kön-nen (1). Dafs das Meer dort an den Küsten nagt, zeigtauch die jetzige Beschaffenheit der Abukir gegenüberliegenden Nelsons-Insel, an welcher, so wie an denAlterthümem, die sie enthält, man deutlich wahrnimmt,dafs sie durch die Macht der Wellen verkleinert wor-den ist (2). Von dem See Menzaleh an den östli-chen Nil -Mündungen darf man wenigstens vermu-then , dafs er auf ähnliche Weife vomMeere in dem auszugeführten Nilschlamm entstandenen, leicht zerstör-baren Boden gebildet wnrden seyn mag (3). Die Mün-dung des etwas weiter östlich liegenden Sees S i rb o 11 is,führte den Namen exQ ijyfia ( 4 ) (Durchbruch), was aufdie Gestalt, und auch auf eine Begebenheit deuten kann,von welcher man etwas Näheres nicht weifs.

Von den Syrisch-Phonicischen hie und dasteilen und felsigen Küsten sind einige Beyspiele derZerßörung vorhanden. Dort stürzte ein Erdbeben ei-ne Phönicische Stadt mit\ einem Theile der Umgegendins Meer (5). Ferner sank im sechsten Jahrhunderte

O Clarke Travels 4. ed. Vol. 5. p. 407 414.

2) Clarke a. a. O.

3) Mem. sur le lac Menzaleli, p. le Gen. Andreossy,in den Memoiren sur lEgypte. Paris , an VIII.

4) Strabo L. 16. T. 6. p. 352 - Ausg. von Siebenkees undTzschuke. welche wir künftig immer anführen werden.

5) Nach Posidonius , welchen Strabo anführt L, 1. c. 3. T. 1.

S. 155.