Band 
I. Theil.
Seite
28
JPEG-Download
 

28 I. HÄUFST. MEERES -VERGROSS.

tige wird es seyn. Wir können dafür mehrere ge- u

schichtliche Beweise anführen, und werden auch I)

manche Andeutungen zu berühren haben, die nur auf V

dunkeln Sagen beruhen. Dahey werden wir so wie st

auch in folgenden Theilen dieser Abhandlung die d

Ordnung beobachten, dafs wir bey den Gegenden den u

Anfang machen, von welchen die ältesten Nachrichten cl

auf uns gekommen sind, bey Aegypten und Syrien , n

von wo aus wir den Küsten des Mittelländischen ai

Meeres nach Westen folgen u. s. w. li

A

Das Mittelländische und Schwarze Meer. d

d

Von Aegypten selbst finden wir gleich auffal- c i

lende Beyspiele in der Gegend der Kanopiseben t j

Nil mündung. Diese scheint eine grofse Verände- z

rung ihrer ehemaligen Gestalt erlitten zu haben. Der p

See von Abukir zeigt das jüngste Beyspiel der dort ^

vorgegangenen Veränderung. Er entstand unter den - £

Augen unserer Zeitgenossen im Jahre 1784 (0 durch d

einen Einbruch des Meeres ganz demjenigen ähnlich, v

welcher die Verbindung der Zuydersee mit der Nord-see bewirkte deren unten gedacht werden wird. S |

Der neue sehr seichte See von Abukir wird durch 2

einen schmalen Streifen aufgeschwemmten Sandlandes n

zwischen Abukir und Alexandria vom Meere ge- j,

trennt. Dieser ist eine so beschränkte Sandwüste, dafsman bey seinem Anblicke an der Sage, dafs auf dem-selben die Städte Nicopolis , Taposiris, Parva

x) Ed. Dan. Clarke Travels in various Countries of Eu-rope, Asia et Africa. 4. edit, in 8vo Vol. 3. p. 340 und363. Karl Ritter in seiner Erdkunde Thl. 2. S. 23snennt irrig den See von Ed ko statt des von Abukir und gibt auch nicht die richtige Jahrzahl an.

I