MITTEL!,. U. SCHWARZ. MEER.
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ts vom festen Lande getrennt und zur Insel gemacht (1).
d Wir wissen nicht, oh diese Trennung noch besteht?
n Die Insel Nisyron ist nach Strabo ( 2) und Pli-
n nius (3) von der Insel Cos durch das Meer abgerissen
r , worden. Cellarius (4) bemerkt dabey, dafs beyde Inseln
s doch sechzig Stadien von einander entfernt seyen, und
n scheint damit auf die Ünwahrscheinlichksit der Sage von
it einer Abreifsung deuten zu wollen. An einer andern Stel-
le erzählt Flinius(ß): von der Insel Cea (Ceos) sey
s, eine Strecke von mehr als dreyfsigtausend Schritten
0* plötzlich abgerissen worden, und mit vielen Einwoh-
e- neriruntergegangen. Auf der Insel Lesbos wurde die
:n Stadt Pyrrha vom Meere verschlungen (6); ja von
a Lesbos selbst gieng eine alte Sage, dafs diese Insel
il- vormals mit dem Fufse des Ida zusammenhängend ge-
fs wesen sey. (7). Von der Stadt Agameda sagt Pli-
le jiius: Obiit; ohne die Art ihres Unterganges näher zu
t- bezeichnen; desselben Ausdrucks bedient er sich von
ik Hiera (8). Die Insel Besbycos wird als von Bi-
m
r-
:1 * l) Plinii H. N. L. 5. c.’29» Cellarii Not. orb.ant. P. 2. L. 3.
itt ■ c. 3. §. g5.
2) L. 10. T. 4. p. 346 ed> Siebenkees et T~sehuke,
3) Hist. Nat. L. 5. c. 30.
4 ) N. O. a. L. 3. c. 2. $. 27. 5) L. 2, e. 54.
6} Plinius II, N. L. 5, c. 30. Cellarius N. o. a. L. 3. c. 2.
^ 7 ) Strabo 1 . 1. T. 1. p. 160. ed. Siebenkees. Diodor veil
Sicil. L. 4. c. 81* Choiseul Gouffier Voyage pittor. de laGrece. T. 1. p. 81.
5) Die Orte, deren Untergang auf eine solche unbestimmteWeise berichtet wird, übergehen wir künftig mit Still»schweigen, da solche Angaben eben sowohl auf bürger-
on liehen Verfall und Untergang, als auf Naturereignisse ge-
deutet werden können.