Band 
I. Theil.
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iVIXTTKX-L. U. SCHWARZ. MEHR.

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in der Meerenge von Messina, in einem Meere, wel-ches sonst fast nirgends merkbare Ebbe und Fluthhat CO» denn das in demselben hie und da, wieauch bey Venedig (2), bey Aegina (3) u. s. w. sichzeigende regelmäfsige Steigen und Fallen des Wassersist sehr unbedeutend, und beträgt nur 1 bis höch-stens 2 Fufs.

Was Falgußrnera , Cluvcr und Carnevale (4) ausphysischen Gründen gegen die Annahme einer ge-waltsamen Trennung Siciliens aufzustellen ver-suchen, ist schwach. Sie finden nehmlich die Stre-cke von Ale ss i na bis Ilhegium viel zu lang, alsdafs eine solche Strecke Landes vom Meere habe'durch-brochen werden können, und mevnen, wenn so et-was geschehen könne, so würden die Corinthische,'Bäurische und andere so sehr schmale Landengen demDurchbrechen des Aleeres viel weniger haben wider-stehen können, Allein die Gröfse des Landstrichs istkein Hindernifs einer solchen Zerstörung, wenn derBoden sie nur gestattet, und grofse Zeiträume dazu vor-handen sind. Die letzteren können wir fast nachWillkiihr ausdehnen, sobald wir blofs physische Ver-änderungen der Erdoberfläche betrachten, welchedann freylich aufhören, historisch zu seyw. Dieschmälsten Landengen aber können, wenn sie aus fe-sten Gebirgen bestehen, dem Anstürmen auch desgröfs-ten Oceaus trotzen. Eben so unbedeutend ist einEinwand, den Cluver macht, indem er fragt, wohin,denn die sich jetzt in die Meerenge ergiefsenden Flüsse

]) Ditreau de ln ßlalle. Geographie phys, de la mer noire,p 322, Spallanzani a. a. O,

3) Edinburgh philosoph ;cal Journal, Vol. J. (iglp) p- 23<>.

3) * ChateaubrianCs Pieise Th. j. S. 123.

4) * Gius. Carnevale in Descriz. di Sicilia L. 2. p. l6i-