diesen Fall bewilligt waren, da geschah es, daß sie ihmantwortete, ja, sie habe Lust und wolle morgen mit derGräfin Löwenjoul bei der verwitweten Gräfin Trümmer-hauff vorfahren, um ihre Karten abzugeben.
Dieses Jahr fand der Hofball früher statt, als sonst:schon Ende November, — eine Maßnahme, die, wie manhörte, aufWünsche innerhalb des Großherzoglichen Hauseszurückzuführen war. Herr von Bühl zu Bühl beklagtebitter diese Überstürzung, welche ihn und seine Unter-beamten zwänge, die Vorbereitungen zu der wichtigstenhöfischen Festlichkeit über das Knie zu brechen, nament-lich die Ausbesserungen, deren die Festräume des AltenSchlosses so dringend bedürftig waren. Aber der Wunschdes betreffenden Mitgliedes der Allerhöchsten Familiehatte die Unterstützung des Herrn von Knobelsdorff gehabt,und der Hofmarschall mußte sich fügen. So aber kames, daß die Gemüter kaum Zeit hatten, sich auf das, waseigentlich an dem Abend Ereignis war und wogegen derungewöhnliche Zeitpunkt gleich nichts erschien, genügendvorzubereiten: ja, als der „Eilbote" die Kunde von derKartenabgabe und Einladung in fetten Lettern verbreitete—nicht ohne in etwas kleinerem Druck, doch in warmenWorten seinem Vergnügen darüber Ausdruck zu gebenund SpoelmannsTochter beiHofe willkommen zu heißen—,da stand der bedeutende Abend schon vor der Tür, undehe die Zungen sich recht in Bewegung gesetzt, war allesvollendete Wirklichkeit.
Nie hatte mehr Neid auf den fünfhundert begnadetenPersonen geruht, deren Namen auf der Hofball-Listestanden, nie hatte der Bürger am Morgen mit größeren