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Geologische Beschreibung der in den Blättern X und XV des eidg. Atlasses enth. Gebirge von Graubünden / von G. Theobald
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einförmig gebauter Bergzug, der von da an fast allein aus Bündner Schiefern besteht.Der Bergrücken, von Anfang an ziemlich breit, dehnt sich aus bis nach Chur wo er alsMittenberg endigt, ein anderer Zweig, der sich nördlich wendet, läuft bis zum Felsenthordes Clus, wo die. Landquart aus dem Prätigau hervortritt. In den östlichen Theilenherrscht nördliches Fallen, in den westlichen dagegen südöstliches, welcher Wechsel anden sogenannten Teufelsköpfen beginnt. Es erhebt sich die Hochwangkette nirgendsbis zur Schneeregion und ihre Umrisse sind, mit dem Bhätikon verglichen, sehr sanft zunennen. Wohl erheben sich gegen das Rheinlhal hin steile Felsenkämme und zerrisseneAbhänge von zahlreichen Tobeln durchfurcht, weil hier die steilen Schichtenköpfe her-vorstehen und auch weiter Östlich krönt eine Felsenkette die Höhen, doch zeigen dieAbhänge sowohl gegen Prätigau, als gegen die Plessur im Ganzen terrassenförmigansteigende, mit Vegetation reichlich bedeckte Halden, vielfach gefaltet durch kurzeBücken und Vertiefungen, die von dem Hauptkamm auslaufen. Letztere vereinigen sichnachgerade zu sehr tiefen Tobeln mit steilen, beständig nachbrechenden Wänden, sodass ein solches System von Wasserläufen oben mit schwachen, flachen Rinnsalenbeginnt, unten in einer tiefen Schlucht endigt, deren ungangbare Sohle nur für dastrübe Wasser Platz hat, welches hindurchströmt. So sind die Tobel auf beiden Seitengebildet, von denen nur wenige den Namen von Thälern verdienen.

Zwischen dem Rhäticon und Hochwang liegt der grösste Theil des Prätigau, welcheran dem Engpässe Clus beginnt und bis zu den Quellen der Landquart fortsetzt, ein vielverzweigtes System von Thälern, Schluchten, Weiden, Culturland und Wald, etwa 8 Stun-den lang. Die Landquart durchströmt es seiner ganzen Länge nach und entsteht auszwei Quellen, die eine oder eigentliche Landquart, kommt als prachtvoller Wasserfallaus dem Selvreltagletscher in dem Verstanklathal, verstärkt sich bei Sardaska durch denSelvrettabach und vereinigt sich bei Alp Novai mit der Vareina, die ihr Wasser ausden Hochthälern Vareina Vernela und Jöri sammelt und aus der tiefen Schlucht zwischenPischa und Weisshorn hervorbricht, worauf erst der vereinigte Fluss den Namen Land-quart erhält. Bis Klosters fliesst derselbe zwischen krystallinischem Gestein und hateinen geregelten Lauf. Erst später durch die Zuflüsse und ungeheure Geschiebmassen,welche ihm aus den Seitentobcln des Schiefergebirgs beiderseits Zuströmen und in Folgeder Entwaldung der Höhen, erlangt er die verderbliche Kraft, womit seine trübe Fluthdie breite Thalsohle des unteren Prätigau verwüstet.

2. Das Plessurgebirg.

An den Höhen der Casanna und Todtenalp trennt sich von dem Gebirgsknoten einanderer, weit ansehnlicherer Gebirgszug als der Hochwang ist und erlangt eine gewisse