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thale unterhalb Wittlingen liegen feste Parthieen, die aus lauter kleinen schwarzen Kalkstücken von Hirsekorngrössebestehen, durchwoben mit zahllosen kleinen verwitterten Olivinen. Auf der Ober-flache der Bausteine von der altenRuine Hohen-Wittlingen nehmen die Kalkhrocken öfter ein so gleichmässiges rundes Korn an, dass sie auf den erstenAnblick wie Oolithe erscheinen. Nur durch einen starken Waschprozess kann man sich solche Bildungen erklären.Zuletzt werden sie, wie z. B. an der Ulmersteige bei Urach, so fein, dass man das Korn fast übersieht, und ein staub-förmiger Tuff entsteht, der entschiedene Andeutung von Schichtung zeigt. Gewöhnlich bilden aber solch feingeriebeneSubstanzen nur die Grundmasse, worin in zahlloser Menge kleine und grosse Gebirgsbrocken von eckiger Form ein-gebacken sind. Natürlich herrscht darunter Jurakalk vor, allein es finden sich alle möglichen Formationen bis zumUrgebirge darin vertreten. Endlich nehmen die fremdartigen Einschlüsse so überhand, dass der Tuff nur als Binde-mittel erscheint, bis zuletzt auch dieses fehlt, und wir dann eine mehr oder weniger lockere Kalkhreccie vor unshaben, deren Natur in manchen Fällen zweifelhaft ist, weil auch Breccien am Steilrande der Alp ohne VulkanischenEinfluss sich gebildet haben. Lassen wir diese zunächst hei Seite, und zählen erst die deutlichen auf:
1) Karfenbithl (Karrenbüchlein, Calverbühl) 1775' erhebt sich südwestlich Dettingen unter der Ecke desRossherges als ein jäher Kegel, der weit und breit das Auge auf sich zieht, 387' über dem nahen Spiegel der Erms.Man sieht ihm sofort seine Besonderheit an. Er findet in sofern keinen Rivalen unter den übrigen. Daher war erauch der erste, welchem Prof. Schübler (Memminger, Württemh. Jahrbücher 1824. 163) seine Aufmerksamkeit zu-wandte. Merkwürdigerweise fand er an der steilen 140' erhabenen Südwand, dass die Magnetnadel umgekehrt wurded. h. statt Nord nach Süd zeigte. Verwitterte Stücke bekamen in Eisenfeilspäne gehalten einen Bart, und zeigtensogar Polarität. Es ist daran wohl das feinvertheilte schlackige Magneteisen schuld, welches in rundlichen Körnerneingesprengt in vielen Stücken noch erkannt wird. Im Uebrigen ist es ein Normaltuff mit vielen eckigen Kalkbruch-stücken, die aber weisser und weicher als gewöhnlicher Kalk sind. Massen von kleinen verwitterten Olivinen steckendarin, einige darunter haben noch ihre Frische und ihren Glasglanz mit gelber Farbe bewahrt. Brauner einaxigerMagnesiaglimmer nur wenig vorhanden. Stellenweis fallen schwarze Kugeln von Bohnerzgrösse auf, worin öfterein verwitterter Olivin steckt. Sie bestehen aber jetzt aus einer serpentinartigen Masse, woraus Säuren etwas brausendeSubstanz ausziehen. Daher sah sie schon Schübler mit Recht als verwitterte Basaltstückchen an, die durch Reibungihre schrotförmige Rundung erhalten haben müssten. Manche Stücke werden auch grünlich gelb, und erinnern dannum so mehr an Serpentin. Es kommt hier einem vor, als wäre die Masse in einem teigartigen Zustande herausge-presst, und hätte dann die gewaltigen Verstürzungen nach sich gezogen, die gerade die Umgebungen des Rosshergesso auszeichnen. Denn wir sehen nicht blos oben in den „Höllenlöchern“ den Abgrund geborsten, sondern gestürzteSchuttmassen ziehen sich in das Thal herab, welche an mehreren Stellen in der „Rosswiese“ südwestlich wie südöst-lich vom Karfenbühl deutlichen Tuff unter sich bergen. Besonders wild liegen die Blöcke unter dem Rossfelsen imsogenannten Katzenbuckel, woran der Weg von Neuhausen zum Grünen Felsen vorbeiführt. Ganze Stückgebirge sindhier gerutscht und gestürzt, und obgleich wir den Basalttuff vergeblich suchten, so muss er doch nach Stücken derTübinger Sammlung einmal und zwar in ausgezeichneten Exemplaren gefunden sein.
2) Die Sandgrube am Biirzlen östlich bei Ehningen, schon von Schübler erwähnt, zeichnet sich durch schönespäthige Stücke von Hornblende und kleinere um und um krystallisirte Augite aus. Auch brauner einaxiger Glimmerkommt häufig vor, sogar in runden Geschieben, zum Zeichen, dass es eingewickelte Fremdlinge sind, die vorher schongerollt wurden. Auch fehlt es an grossem gerollten Basaltstücken nicht. Die Rückenartig sich an den Berg lehnendeMasse bricht schon hoch oben im weissen Jura a heraus, aber die nahestehenden Bänke, die im weissen ß so scharfhervortreten, sind sichtlich nicht gestört. Aber oben auf dem Tuffrücken liegen mächtige Klötze vom jüngsten plumpenFelsenkalke, oftmals innen vollständig geröthet, als hätten sie durch Feuer gelitten.
3) Die Rangenhergle nördlich Ehningen bilden kahle Zwillingsgipfel 2052', die sich etwa 150' auf der Ebenedes mittlere braunen Jura erheben, und weithin durch ihr charakteristisches Aussehen die Gegend beherrschen. VonWesten her erscheinen sie wie ein Haufen von Kalkbiöcken, auf dem Sattel zwischen den Gipfeln liegt besonderseMarmor und zuckerkörniger Kalk. In den fruchtbaren Böden auf der Ostseite zeigt jedoch die Ackerkrume und dasMagneteisen auf vulkanische Bildung hin. Aber schon Wecklierlin hat 1790 (Rösler Beytr. Nat. Wirt. 2 pag. 218)abgerundete Granitblöcke nachgewiesen. Ja es gibt Stellen am Rande des Rasens, wo die krümlichen Gesteine wieein ausgewaschener Gries vom Urgebirge aussehen.
4) Das Kugelbergle bildet einen markirten Kegel an der Südwestecke des Ursulaberges im Echazthal. Ob-gleich das Gehänge grade von diesem ganz in Schutt eingehüllt ist, so sind das doch alles nur versttirzte Betakalke;