Band 
[Supplementum. Volumina XIII et XIV.]
Seite
190
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Eines Chrißlichen JCti

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Hertzen, und begebe sich der Sache gantz Beklagter dem Kläger diese und j

und gar, vielmehr nehme er Gelegenheit, schuld gegeben, und ihn bey “ e e se^

seinem Beleidiger Güteszuthun, so wird er verleumbdet, wenn man dann S eT s>feurige Kohlen auf sein Haupt sammlen. Unschuld an den Tag legen ^ zü W

Rom. XII) io. d. i. Er wird seinen Feind da- bäte man , Beklagten vorfor

durch seines Unrechts überzeugen, dass es sen, und ihn dahin anzuhaltenihm wird anfangen zu brennen in seinemGemüthe, und er sich wird schämen müssen.

Ja, ob auch schon der Richter ungerechtwäre, und den Thäter ungestrafft durchge-hen liesse, so nehme sich doch der Menschdeshalb keiner weitem Rache an

dass

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solche Uebelthat beweise, oder, 1I} .

hung dessen, ihm ein ewigesaufgeleget werde. So suchet ® gdie Injurien zu rächen, sondern b j(l>jUnschuld darzulegen. Wann

denn ger nicht seinen Gisst unter diese® i

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er ja nicht versichert ist , dass er durch den verbirget, und etwa darinn Rache s

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Process von einem solchen bösen Richter dass gleichwohl dem Gegentheil e >mehr erhalten wird, als welcher hundert Stillschweigen auferleget worden? 0 eGelegenheiten hat, auch im Process dem an- er sich zu hüten, denn sonst er 1 j l3 l$dern durchzuhelssen, er sey aber zur Befrie- wissen hier ebenfalls nicht rein. g c hrdigung fein selbst gewiss, dass ein gottloser wird. Es liegt aber so dannRichter es wird vor dem allwissenden und nicht an diesem Processe selbst, f 011gerechten Gott an jenem grossen Gerichts- dem, der solchen Process ausTage schwer zu verantworten haben; Da er Absicht anstellet, und ist genung? aindessen sein Gewissen frey behalten hat. ser Process ohne einige Rache aD ^ e j[i^, v , , j werden kan, welches doch von

5. XIX. Eines aber ist noch zu geden- einigen Injurien ■ Processe, als «f'J 4 *cken was in thun, wenn der andere einen ens der Rache entstehen, mit Bett»» 1 'der Hurerey, Ehebruchs, Diebstahls u.d.g. Wahrheit geiaget werden mag.bezuchtiget hat, ob man denn solches so D 0 °

verschmertzen soll, dadurch doch andereleicht in den Wahn gerathen können, dassman dessen schuldig sey, weil man so garstill darzu schweiget ? Aber auch hierauf istleicht zu antworten, aus dem gemeinen,und schon oben angeführten Sprichwort:

Hüte dich vor der That, der Lügen wirdwohl Rath. Christus ward auch vor einenTeuffels - Banner, Gottes - Lästerer, Ver-

führet des Volcks, Samariter, und derglei- an eucl^st"^ d-»°

eben ausgeschulten, war es darum wahr, mit allen Menschen; Rächet es *oder schalt er deshalb wieder? O wie - - - upL

glimpflich antwortete er! Er that nichts,als dass er feine Unschuld bezeigete; Es istgenung, wenn du vor Gott unschuldig bist,was gehen dich die Menschen an? Sie mö-gen es glauben oder nicht. Gleichwie es te^M^estät” gezehlec Srd,‘V en °dir nicht helffen wird wenn dich die gantze mand Erstellet, seinem Land* ' tfgWelt vor rein und unschuldig hielte, so du in spinpn RepaHp ’ pinpndoch dich an Gott heimlich, dass es dieMenschen nicht erfahren haben , versündi-get hast. Es kommt die Begierde, vor

§. XXI. Das all er sich erste? ü jVGewissen zuträglichste Mittel aber yj 1 ’in diesem Fall aller Processe zu e 0 Q C (c\r.lund die Rache so wohl, als unsereGott allein, der da recht richtet?zu stellen, denn dazu vermahnetlus Rom. XII. v. 17. f ei . Vergas'mand Böses mit Bösem , fleifligetErbarkeit gegen jedermann. }\ r f#

mit anen rvienicnen ; Kacnecnicht meine Liebsten, sondern

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dem Zorn Gottes, denn es stehet.»

unschuldig gehalten zu werden , in der überlassen, da er sich doch solche JIhat aus einem Hochmuth her. da man - . 1 w^ ^ ^ AvA* .,qI»

That aus einem Hochmuth her, da man ten> wje e ’r bey dem £/« sagt.so gerne vor der Welt will etwas seyn, und 1Wl ’ h , hl , T ,„ J„ R | che fi

von jedermann gelobet werden. Erken-nest du das , und suchest in ein wahresChristenthum einzudringen, so wirst du

dawieder kämpffen und streiten, denn es __ „ sp V/,

mussjadie Ehre, und, das Ansehen dieser Welt f,b„ „ h„ n ,.„scn.

mu sja die Ehre, uno,aasr.menend,eler Welt f, • y| t d Rachgierigen;verlaugnetwerden, wie du ausGottesWort d Syrach cap. XXVII. v. 33 - fjisolte bekannt seyn. „. ,. sthet, Zorn und Wtite°/L t‘f,

§. XX. Jedoch denen Schwachen im und der Gottlose treibet fle?

Geist, die etwa vermeynen, es möchten chet, an dem wird sich der Hf’ a uch.^j/andere fromme Kinder Gottes sich daran chen, und wird ihm seine Süno^^luJ

stossen, und sie solcher Verbrechen schul-dig achten, wülde ich rathen, so danneine in Rechten bekannte AÜionem ex legediffamari, oder diffamatorische Klage, an-zustellen , darinnen man vorstellet, wie

ten. Ach so gefährlich ist es,Processe Rache suchest.

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§. XXII. vor allen DiWj.pel "/'ben wir uns ja billig das & P

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ben: Die Rache ist mein, ich «/.ten, spricht der Herr. Deut.

Wie nun unter denen Lastern dek rA L

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in seinen Regalien einen Eing r ®so wird auch gewiss die göttlich? pdadurch beleidiget, wenn der l^ eD ^

Rache nehmen will, und sie ihm nl v0 rt ,eP |'

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Menschen, die ihm die Rache ^ ^überlassen wollen, wie solches

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