Band 
[Supplementum. Volumina XIII et XIV.]
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Eines Christlichen JCti

rechten Liebe der Feinde gelangen honte,sie würden es an so vielen Oertern der heili-gen Schrift nicht so sehr befohlen und de-nen Christen eingedrucket haben. Jch willaus unzehlichen Oertern der heiligen Schriftnur die vornehmsten anführen, um den Le-ser dadurch in seinem Gemüthe zu überzeu-gen, dass die Liebe der Feinde, und die Ver-achtung aller Schmähungen und Lästerungeneines der vornehmsten Haupt-Stücken desChristenthums sey, also, dass derjenige, dernoch einen Hass gegen seinen Nechsten imHertzen hat, vor einen rechten Christennicht mag gehalten werden. Vor allen Din-gen ist hierzu wiederholten, was schon zumTheil oben angeführet , aus dem Mattbaoc. V, v. 38. fiq- Ihr habt gehöret, dass da

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Scheltwort, sondern dagegen feg^’fswisset, dass ihr dazu beruften seyd-» ^ e geflden Seegen beerbet. Wer aberwieder den andern wegen erlittenen ^Klage anstellet, und einen Proceis^ q$wie kan er ihn also wahrhaftigwie segnet er ihn damit ? Darum h », £Ü flus Coi III. v. 13. Vertraget

dem, und vergebet euch unter ein»" ^jemand Klage hat wieder den andern? » $

wie Christus euch vergeben hat,

ihr. Und in der Epistel an

c. V v. 21. redet er noch nachdrü 0

v. 41. JLCUCL CL UUCX 1 UtU - L1 i p r u

indem er deutlich bezeuget, dass j geFso Hass in seinem Hertzen hat, " 8 gp^Gottes nicht ererben kan. Daraus

nung abnehmen mag, in welchemgesaget ist, Auge um Auge, Lahn um Lahn, diejenigen seyn, die nicht nur Hassich aber sage euch, dass ihr nicht wiederstre- Hertzen gegen den Nechsten hegen? * Wben solt dem Uebel, sondern so dir jemand denselben noch dazu durch Anstebpat 1 ' 1 !einen Streich giebt auf deinen rechten Ba- eher Processe ausbrechen lassen..cken, dem biete den andern auch dar; Und ist vor allen Dingen nöthig, dass ein ^so jemand mit dir rechten will, und deinen Mensch, der einen WiederwillenRock nehmen , dem lasse auch dqn Mantel. Hertzen empfindet, sich wohl in

Und so dich jemand nöthiget eine Meile, sogehe zwo. Gib dem, der dich bittet, undwende dich nicht von dem, der dir abbor-gen will. Ihr habt gehöret, dass gesagt ist,du solt deinen Nechsten lieben, und deinenFeind hassen; Jch aber sage euch; Liebeteure Feinde, segnet die euch fluchen, thutwohl denen, die euch hassen, bittet vordie, so euch beleidigen und verfolgen, aufdass ihr Kinder seyd eures Vaters im Him-mel. Denn er last feine Sonne aufgehenüber die Böfen, und über die Guten, und

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Schrift umsehe, wie elende allda JvIFstand beschrieben wird, denn Joham^f^

dass ein solcher Mensch annoch m ft

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sterniss wandelt, und im i° u " fKhi. Job. Cap. II. v.g. 11. Cap. l ''ü c jdCap. IV. v. 20. Und kan also ein $r e ozu dem wahrhaftigen lebendiges *nicht gelangen, wo er nicht den j? 8 * \

feine Feinde ableget. Endlich 1 ° be fLjeder allhier wohl bedencken, dass .Wehern Procesiiren nicht nur derlei^ - ..

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beth des Herrn wieder sich betet, ’ r e r 11 j

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last regnen über Gerechte und Ungerechte, im XVI. §. angeführet, sondern d al ‘ e f (

Denn so ihr liebet, die euch lieben, was auch keiner Erhörung zu getrost^vA

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werdet ihr für Lohn haben ? Thun nichtdasselbe auch die Zöllner? Und so ihr euch

beten, was er will;selbst Mattb. V. v. 23.

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nur zu euern Brüdern freundlich thut, was Gabe auf den Altar opferst, und ^ ^

tlinh ikr» IrmrlorTif'hc ? T'hlin nicht HlG ^Öll- Citl^GdCIlCkj dä(S dein BrudC^

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dich habe, so lass allda vor dem

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thut ihr sonderlichst Thun nicht die Zöll-ner auch also? Darum solt ihr vollkommen ..

seyn, gleichwie euer Vater im Himmel voll- Gabe, und gehe zuvor hin, uflC nt iK c ykommen ist. Aus welchen Worten Son- dich mit deinem Bruder, und alsd e ^ ^ «Vnenklar ist, dass der Mensch allen Plass ge- und opfere deine Gabe. Da 011 llT dr'figen seinen Beleidiger soll fahren lassen, und nicht meynest, es gehe solchesihn in Liebe und Wohlthun verändern: Ja wenn du deinen Bruder beleidig 6 *;’^, fo^es ist mercklich, dass eben darinn der Unter-scheid derer Frommen von den Bösen und kläret solches der Heyland bey ^ fpZöllnern'bestehen soll. Hieher gehöret c. II. v. 25. deutlicher, wenn j

auch, was Paullus Rom. XII, v. 20. schrei- T * T — ;t -~ --- ’ * ■ - Cn v

Wenn ihr stehet und betet.

so

bet: So deinen Feind hungert,Jo speise ihn, ihr etwas wieder jemand habt.^ ^ ge^ c t»

ne:

dürstet ihn, so träneke ihn. Welche Worte her im 24. Vers hatte der HeykJLj öj, tf»

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glaubets nur, dass ihrs empf ahcI l r o!i 2 ’ rwirds euch werden. Damit abeunversöhnliche Hertzen hieM° S . llt; eKß,sehen Wahn fassen möchten, 1 ° te ti yjbald hinzu, wie man erhörlmn^ ve rg ^

genommen aus den Spfüchwörtern Salomo- Alles was ihr bitten werdet innis cap. XXV. v. 21.- 22._ Und erkläret sol-ches Moses noch deutlicher, Exod. XXIII.v. 5. Wenn du dess, der dich hasset, Eselsiehest unter seiner Last liegen, hüte dich,

und lass ihn nicht, sondern versäume gern -..»*«, n , CiU «m d»«.- oV — v>.

das deine um feinet willen. So begierig soll nehmlich, man müsse vorher a - ^e? Mder Mensch seyn, seinen Feinden Gutes zu wieder welche man nurthun, denn ein Christ wird nicht eher, als also auch denen, die unsaus der Liebe der Feinde erkannt. Darumauch Petrus , Epifi. 1. cap. III. v. 9. dieChristen also ermähnet: Vergeltet nichtböses mit bösem, noch Scheltwort mit

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ches auch Syrach bezeuget >

v. 2. fiq. Vergib deinem 1 bi cteer dir zu Leide' gethan , utl ^ v es ^ 9so werden dir deine Sünden 3

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