Buch 
Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
Seite
217
JPEG-Download
 

217

oder Emirs pflegen in ihren Gesellschaften ebenfalls Tabakzu rauchen, wobei Kaffee getrunken und Mährchen erzähltwerden.

Die Araber rauchen sowohl aus der langen TürkischenPfeife als aus der sogenannten Persischen, welche den NamenKiddra, Buri, Nardschil oder Ankira führt. Der gemeineMann macht letztere aus einer Kokosnuß, während sie dieVornehmen in verschiedener Form aus Glas, Silber odergar aus Gold verfertigen lassen. Auf Reisen haben die Ara-ber ihre Kiddra in einem ledernen Beutel vorn am Sattelhängen. Und so führte auch Niebuhr die seinige bei denReisen durch die Wüste mit sich. Die Araber pflegen dieTabakblätter nicht zu schneiden, sondern nur mit den Fingernzu zerreißen und stark anzufeuchten. Die gemeinen Araberrauchen meist Haschisch oder Hanf. Die Vornehmen führenbisweilen eine kleine Dose mit wohlriechendem Aloeholz beisich, und stecken Gästen^ denen sie eine besondere Aufmerk-samkeit erweisen wollen, ein kleines Siück davon in die Pfeife,welches dem Tabak einen angenehmeren Geruch und Geschmackertheilt.

Das Tabakrauchen, sowie das Trinken des Kaffees undder geistigen Getränke ist einigen Secten, den Bejasis, Wa-habiten und Zeidije, nach der vom Scheikh Mohamedaufgestellten Lehre verboten, wie Niebuhr *) Rousseau?)und Whitelock^) berichten. Das Verbot wird indeß nicht

') Reise nach Arabien« S. 21.

2) Xotive sur In seote 6e» XVnbsbis, eäit. I>sr Silv. üe knri8

1809. p. 1-17.

Account ok ^rabn, »vbo Inkubit tde konnt betveen Uns ei Akei-mnk nnä äbotkubee in tlie Kolk ok kernin; ,ln Irsonnot. ok tkevombn^ Keoxrsxliionl Society krön» 1836.