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sehr streng gehalten. Die Abu-Ali-Beduinen in Dmam, ob-wohl zur Secte der Wahabi übergetreten, hatten, wie Rous-seau erzählt, in ihrem Lager doch stets einen Sklaven, dermit dem Stoßen von Kaffee in einem Mörser beschäftigtwar, und sie rauchten heimlich Tabak. Auch die Altubi, einStamm der Wahabis, rauchen nach Whitelock sowohl zuHause als auf Reisen. Die Zeidije sind im Halten jenesVerbots auch nicht gewissenhaft. Cruttenden erzählt vomZmam Mansur in Sanaa , bei seinem Aufenthalt daselbstim Jahr 1836, daß derselbe zwar als Zeidije nicht Tabakrauchen und geistige Getränke genießen durfte, doch schonMorgens beim Lever berauscht zu sein pflegte, und den Tagmit Tabakrauchen und Branntwein-Trinken in der Gesell-schaft gemeiner Dirnen zubrachte.
Tabak wird in mehreren Gegenden Arabiens gebaut,namentlich in Jemen und in den Bergthälern um den Hafenvon Makallah, sowie zu Fuwa. Nach Well sted werden jähr-lich gegen 5000 Ballen im Werth von 50,000 Piaster, nachder Sowakill-Küste ausgeführt. Die Somauli aus Berberain Adel holen Tabak von der Halbinsel Aden und aus derStadt gleichen Namens. Aus Cheibar führen Türkische Kauf-leute Tabak aus, dessen Farbe grün, aber von feinem Ge-schmack sein soll, den sie gegen verschiedene Waaren, Messer,
Scheeren, Glaskorallen eintauschen, und mit gutem Gewinnan die Pilger-Karavanen absetzen. Auch auf der am Gestadedes Persischen Golfs liegenden Insel Krisch, Küs oder Kennwird Tabak gebaut. Viel Tabak wird aus Aegypten und in
Sanaa aus Persien eingeführt. Nach Tamisier >) herrscht
bei den Beduinen in Abou-Arish noch der sonderbare Gebrauck,
>) eo Lrabie. ?aris 1840. I. I. p. 377.