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fein gepulverten Tabak, den sie Bortugal nennen, auf dieZunge und Zahne zu streuen und mit einem Pinsel einzu-reiben, der bei ihnen so allgemein ist, wie anderwärts dasRauchen, und dem sowohl Männer als Frauen huldigen.
Zu Ende des sechszehnten Jahrhunderts war der Tabakund sein Gebrauch im Persischen Reiche noch nicht bekannt,wie aus mehreren Nachrichten erhellet. Im Jahr 1562 wurdeAnton Jenkison, der Agent der Englischen Handelsgesell-schaft in Moskau, nach Persien gesendet, um dem Schacheinen Brief der Königin Elisabeth zu überbringen. In seinemReise-Bericht schildert er die Sitten und Gebräuche der Perser,gedenkt aber des Tabakrauchens nicht. Auch mehrere anderein den folgenden Jahren durch Persien reisende Englische Handels-Agenten, von denen Eduards und Burroughzu nennen sind, erwähnen desselben nicht, und ebensowenigAnton Shier! ep bei seiner im Jahre 1599 nach Persien unternommenen Reise, sowie Eartwright, der sich zu der-selben Zeit in Jspahan aufhielt. Der erste Europäische Rei-sende, der des Tabaks in Persien gedenkt, ist ThomasHerbert 2) bei seiner im Jahr 1626 nach Indien gemachtenLandreise. LleariuZb), hex Secretär bei der bekanntenHolsteinischen Gesandtschaft, welche sich im Jahr 1633 unterder Leitung des Hamburger Kaufmanns Bruck mann überMoskau nach Jspahan begab, berichtet folgendes über den
') Nsklnxt kolleclion x. 359. 454.
2 ) 4'ravels. l.omloi> 1680 eä 3.
2) Persianische Reisebeschreibung. S. 597.