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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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232
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Den Vorschriften dieser Sekte, sich den Bart wachsen zu lassen,kein Rindfleisch zu essen und dem Tabak zu entsagen, mußtensich auch die Französischen Dfsiciere, ANard, Court undVentura fügen, welche in die Dienste des mächtigen Ma-haraga Nundgit Sing traten. Das Verbot des Tabakrauchenswurde indessen bald umgangen.

So einfach die Tabak-Geräthschaften der armen Classender Hindu-Bevölkerung sind, um so größer ist der Luxus, dendie Reichen mit denselben treiben. Man raucht aus einer derPersischen Wasserpfeife ähnlichen Geräthschaft, welche Hucka,Gurgorri oder Gurguru heißt. Sie besteht aus einem großen,schön gearbeiteten urnenförmigen Gefäß, welches aus Metallgefertigt ist. Der durch das Wasser dieses Gefäßes gehendeRauch wird durch ein sehr langes, reich verziertes, ledernesRohr aus einem kostbaren Mundstück eingesogen. Auf TafelXII. erblickt man einen aus der Hucka rauchenden Großen.Die Reichen halten ein eigenen Pfeifendiener, Huckabedar,welcher das Reinigen und Füllen der Pfeifen besorgt. Diesersetzt dem Tabak, um ihn wohlriechend und aufregend zu machen,Rosenwasser, verschiedene Gewürze und Kügelchen aus demausgepreßten und eingedickten Saft der grünen Blätter undSpitzen des Hanfs zu.

In Vorderindien wird viel Tabak gebaut. Tavernier,der in der Mitte des siebenzehnten Jahrhunderts in Hindostanreiste, gedenkt schon der Tabak-Cultur in Brampour. Bur-nes *), Conollp2), Hügel u. a. sahen große Tabak-Pflanzungen in der Nähe der Städte Sihkarpur, Bukhur und

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