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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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schieden. Sie sind stark und schön gebaut, von mittlerer Größe,haben sehr regelmäßige Gesichtszüge und lang herabhängendesweiches Haar. Meistens gehen sie nackt und haben nur einLendentuch von Zeug, aus Baumrinde oder Baumwolle ver-fertigt, zwischen den Schenkeln durchgezogen. In den unge-wöhnlich großen Ohrlappen tragen sie viele große metalleneRinge. Um den Hals hängen Schnüre von Zähnen erschla-gener Feinde. Und die Arm-, Hand- und Fußgelenke sindmit vielen Ringen von Kupfer- oder Messing-Draht, oderZinn verziert. Ueber die linke Schulter tragen sie meistenseinen Sack mit Lebensrnitteln, Betel und Tabak. Ihre Waffenbestehen aus einem langen Blasrohr (8um-pi-tsn), aus demsie kleine mit dem Saft des Upas vergiftete Pfeile aussenden,ferner einem langen scharfen, etwas gegen die Schneide gebo-genen Messer (parunK) zum Abhauen der Köpfe, einer Lanzeund einem Schilde. Die Dapaks sind berüchtigt wegen desGebrauchs, sowohl den Feinden im offenen Kampfe, als Rei-senden aus einem Hinterhalte, den Kopf abzuschneiden undals Trophäe getrocknet aufzubewahren. Wer einen abgeschnit-tenen Kopf in den Kampong bringt, wird wie ein Heldempfangen und erhält als Ehrenzeichen einen Hut mit Argus-Federn (Izipian) geziert. Der Kopf wird auf eine Erhöhunggesetzt, und unter den Schlägen der Gongs und dem Gesängevon Tänzerinnen (vilianKs), springt Alt und Jung um denKopf herum. Der Mann, welcher die meisten Köpfe abge-schlagen hat, ist am meisten geehrt. Die Köpfe werden ge-trocknet und in einem besondern Gebäude, dem Kopfhaus,welches zugleich das Gemeindehaus ist, aufgehängt. CapitänWelcher und Frank Marryat besuchten ein solches Hauszu Sarambo, einem Dorfe der Londoo-Dapaks, welches auf

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