thau, denen es in müßigen Stunden eine angenehme Beschäf-tigung, Unterhaltung und Erholung gewährt, ohne den Ge-dankenflug zu stören oder zu unterbrechen. Arme, Sklavenund Tagelöhner finden in ihm ein Mittel, die Entbehrungenund Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen, und große An-strengungen und deren Folgen zu vergeßen. Jägern, Solda-ten und Seeleuten wird es zum Bedürfniß, indem sie beimGenuß des Tabaks, gleich den Indianern Amerikas , Hungerund Durst, den Wechsel der Witterung und die größten Stra-patzen ertragen, und dabei in guter Stimmung bleiben. Einsehr günstiges Zeugniß für die wohlthätigen Wirkungen desTabakrauches in der Einsamkeit und beim Mangel gewohn-ter Lebens-Bedürfniße hat neuerlich der Amerikanische Rei-sende Stephens während seines Aufenthalts in den ödenRuinen von Palenque abgelegt.
Die zahlreichste und verächtlichste Claße der Tabakraucher sinddie Müßiggänger und Tagediebe, die in ihrer geistigen Lethar-gie im Rauchen ein Mittel gegen Langeweile suchen, und daherunter allen Rauchern die unermüdlichsten und lästigsten sind.
Kein Sinnes-Genuß wird so schnell zur Gewohnheit undübt über den Menschen eine solche Macht aus als der Tabak.Bei Menschen, die an ihn gewöhnt sind, stellt sich Verstim-mung und ein Gefühl großer Unbehaglichkeit ein, wenn sieden Tabak entbehren müßen. Es gibt Leute, die sich so sehr
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