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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
Seite
301
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Felsengebirge; und iViootiaim ropancla in Cuba , aus derkleine Cigarren verfertigt werden.

Was die Cultur und die Behandlung des Tabaks an-langt, so sind die Schriften von Hermbstädt'), Zeller,Metzger und Fleischmann ?), und vor allem die vonBabo und Hoffackerb) zu empfehlen. Da ich hierüberkeine Erfahrungen gemacht habe, so beschranke ich mich da-rauf auS denselben nur einige Bemerkungen mitzutheilen.Die Beschaffenheit des Bodens und die mehr oder mindertrockne Jahreszeit haben einen großen Einfluß auf die Güteund den Werth des Tabaks. Ist der Boden sehr humus-reich und der Jahrgang sehr naß, so werden die Blättergroß, fett und grob geädert. Am zuträglichsten für das Ge-deihen des Tabaks ist ein leichter, sandiger, fruchtbarer, mil-der und warmer Lehmboden, in sonniger, und vor kaltenWinden geschützter Lage. Auf Cuba und in den Ländernder Vereinigten Staaten liefert frisch aufgebrochenes Wald-oder Wiesenland von sandiger Beschaffenheit, welches zuvorgebrannt ist, einen guten, milden, aromatischen und zum Rau-chen vorzüglichen Tabak. Im schweren Thonboden, im trock-nen Sand und im feuchten moorigen und kalten Boden ge-deiht der Tabak nicht. Nächst dem Boden hat die Art deSDüngers einen mächtigen Einfluß auf die Beschaffenheit desTabaks. In Amerika erzielt man den besten Tabak im un-gedüngten abgebrannten Rodeland, welches oft zehn bis zwölf-mal nach einander mit Tabak bepflanzt wird. Auch bei

>) Gründliche Anweisung zur Cultur der Tabakspflanzen und dieFabrikation des Rauch- und Schnupf-Tabaks, nach agronomischen,technischen und chemischen Grundsätzen. Berlin 1822.

Der Nordamerikanische Landwirth. Frankfurt 1848. S. 1S8.

') Der Tabak und sein Anbau. Karlsruhe 1852. 8.