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1-10" an abzudunsten und geht farblos über. Bei einerWarme von 216 " gcräth das Nikotin ins Kochen, verharztsich dabei theilweise und laßt in der Retorte eine harzige,nicht mehr scharfe Masse zurück. Das dabei Ueberdestillirteist etwas gefärbt. In freier Lust verdunstet das Nikotin;theils indem es scharfe Dämpfe ausstößt, welche auf feuchtemReactions-Papier alkalisch reagiren; theils verharzt es sich.Es brennt nur mit Hülfe eines Dochts, und dann mit ru-ßender, leuchtender Flamme. Im Wasser ist das Nikotin inallen Verhältnissen löslich. Die Lösung läßt sich nicht be-trächtlich concentriren, indem beide zusammen abdunsten.Wasser, welches nur einen Theil Nikotin auf 1000 Theileenthalt, schmeckt noch scharf. In Alkohol, Aether und fettenDelen ist das Nikotin leicht löslich, weniger leicht in Ter-pentinöl. Die Aetherlösung laßt, wenn sie mit ein wenigeiner concentrirten Saure versetzt wird, Nicotinsalz fallen undbehält nur die überschüßige Säure aufgelöst. Von concen-trirter Salpetersäure und Schwefelsäure wird das Nikotinzerstört. Mit den verdünnten Säuren vereinigt es sich zuSalzen, die, gleich den Salzen aller organischen Basen, nursehr wenig Säure enthalten. Die Nicotin-Salze schmeckensehr scharf und brennend, sind aber geruchlos.
Das Nikotin besitzt unverkennbar die narkotischen Eigen-schaften des Tabaks. Posselt und Reimann sahen einKaninchen, dem sie nur einen Viertels Tropfen Nikotin bei-gebracht hatten, schnell sterben. Hunde wurden durch einenhalben, bis zwei Tropfen getödtet. Das Nikotin ist in allenArten von Tabak enthalten, und kann sowohl aus der frischenPflanze, wie aus den trocknen Blättern dargestellt werden.Von biiootiunu tubnoum erhielten sie nicht völlig */ivn, vomGewicht der frischen Pflanze, was etwas weniger als ^ Pro-
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