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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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308
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cent vom Gewicht der trocknen ausmacht. lViootisna rustionund Klutinosa scheinen mehr Nicotin zu enthalten.

Durch Posselt's und Reimann's Untersuchungen er-halten die von einander abweichenden Angaben Bauguelin'sund Hermbstädt's Aufhellung. Wauquelin hatte offen-bar die flüchtige Salzbasis des Tabaks erhalten, aber dasStearopten übersehen. Hermbstädt dagegen hatte dasStearopten erkannt und die Salzbasis war ihm entgangen.Das Nicotin, das wirksame Princip des Tabaks, stellt eineeigenthümliche flüchtige Pflanzenbasis dar, welche in die Elaßeder stickstoffhaltigen organischen Verbindungen gehört. Diesezeichnen sich im Allgemeinen durch heftige eigenthümlicheWirkungen aus, welche sie in den lebenden thierischen Orga-nismen hervorbringen. Obige von Posselt und Reimannerkannten Eigenschaften des Nicotins sind durch die Untersu-chungen Buchner's i), Geil's^), O. Henrp's und Bou-tron Charlard's 2), Zeise's^) u. a. bestätigt worden.

Eine elementare Analyse des Nicotins-hat zuerst Orti-gosc>5) unter der Leitung Liebig's veranstaltet. Er zoges aus Tabakblättern mit Schwefelsaure haltigem Waßeraus, ließ den Auszug zur Sprupsdicke verdunsten, undsetzte dann dem braunen Rückstand ein Sechstheil seines Vo-lums starker Kalilauge zu, worauf destillirt wurde. Daserhaltene Destillat bestand aus einer Lösung von Nicotin undAmmoniak im Wasser, auf dem Nicotin in braunen, ölähn-

>) Repertorium. B. 32. S. 379.

Annalen der Pharmacie. B. 18. S. 665.

8ur 1a Ilicotiue, Principe actik äu Tabao; in Journal cke ?l>srma-cie. veo. 1836, p. 689.

Annalen der Chemie und Pharmacie. B. 48, S. SIS.

°) Annalen der Chemie und Pharmacie. B. 4l. S. 114.