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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
Seite
319
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wurden der Empfindlichkeit und Beweglichkeit beraubt undstarben binnen zehn Minuten. Zuweilen traten vor demTode Eonvulsionen ein. Eine Minute vor dem Eintritte desTodes waren die Schläge des Herzens nicht mehr zu fühlen.Ein Thier nur erbrach sich. Bei dem Eröffnen der Leich-name zeigte sich das Herz sehr ausgedehnt, und es contra-hierte sich nicht mehr. Nur bei einem Thiere sollen die Be-wegungen des Herzens nach einer mechanischen Reizung wie-der begonnen haben, und der Blutumlauf konnte beim Ein-blasen von Luft in die Lungen eine halbe Stunde unter-halten werden. Einem großen Hunde wurden acht Unzeneiner Tabak-Abkochung als Elpstier beigebracht, welches auseiner Unze Tabakblättern und neun Unzen Wasser bereitetworden war. Das Thier gab die Flüßigkeit nach drei Mi-nuten wieder von sich. Es stellte sich nur Erbrechen ein,und der Hund war am folgenden Tag wieder munter. Eskann nicht bezweifelt werden, daß die Erhaltung des Lebenseine Folge der schnellen Ausleerung des Elystiers war.

Brodie befeuchtete die Zunge einer jungen Katze miteinem Tropfen Tabaköl, welches durch die trockne Destillationvon Tabak-Blättern bereitet worden war. Gleich darauf stell-ten sich heftige Eonvulsionen ein, und das Athmen war be-schleunigt. Nach fünf Minuten war das Thier der Empfind-lichkeit beraubt, es legte sich auf die Sekte und bekam leichteEonvulsionen. Nach Verfluß einer Viertelstunde war es wie-der hergestellt. Da man den Versuch wiederholte, trat derTod unter Eonvulsionen nach zwei Minuten ein. Bei derLeffnung der Brust zog sich das Herz noch zusammen. DasBlut zeigte eine dunkele Färbung. An der Zunge und demHirn war nichts ungewöhnliches zu bemerken.

Da Brodie einen Tropfen Labaköl mit anderthalb Un-