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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
Entstehung
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320
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zen Wasser in den Mastdarm eines Hundes eingeführt hatte,erfolgten nach zwei Minuten Bestrebungen zum Erbrechen,fünf und zwanzig Minuten darauf war er aber wieder munter.Bei einer nochmaligen Einspritzung traten Eonvulsi'onen ein,und nach zwei und einer halben Minute war das Thier todt.

Mehrere Versuche über die Wirkungen des Tabaks aufThiere hat ferner Lrfila^) angestellt.

Erster Versuch.

Einem kräftigen Hunde von mittlerer Größe brachte erMorgens um 8 Uhr fünf und eine halbe Drachme zerrie-bener Tabakblätter bei, und unterband darauf die Speise-röhre. Einige Minuten nachher traten Bestrebungen zumErbrechen ein, und es zeigte sich ein auffallendes Zittern derHinteren Gliedmaßen. Die Verrichtungen der Sinne schienennicht gestört zu sein. Das Athmen war etwas beschleunigt.Nach acht Stunden vermochte sich das Thier nicht mehr aufden Füßen zu halten und siel auf eine Seite nieder. Zu-weilen machte es den vergeblichen Versuch wieder aufzustehen.Sein Kopf zitterte beständig, die Glieder waren schlaff, unddie Sinne schienen für äußere Eindrücke wenig empfänglichzu sein. Das Athmen war schnell, tief und beschwerlich. DasHerz klopfte häufig und stark. Um 5 Uhr starb das Thier.

Bei der am folgenden Tag vorgenommenen Section zeigtensich die Lungen blauschwarz, ihr Gewebe schien dichter zusein und sie sanken im Wasser unter. Das Herz enthielteinige Stücke geronnenen schwarzen Blutes. Der Magen,der noch viel Tabak enthielt, hatte auf seiner inneren Flächeröthliche Punkte.

>) Allgemeine Toxikologie oder Gistkunde. Berlin 1818. B. 3. S. 278.