Stunden wurde er von Betäubung befallen, bekam eine Ohn-macht und es stellte sich sehr heftiges anhaltendes Erbrechenein, das man endlich durch Molken stillte. Längere Zeit littder Mann noch an Kopfweh und Schwindel. Seitdem hatteer eine solche Abneigung gegen den Tabak, daß ihm schonbei dem Anblick einer Pfeife weh ward.
Helwigb) führt an, daß zwei junge Leute einen Ver-such machten, welcher von ihnen die größte Anzahl Pfeifennach einander rauchen könne. Der eine rauchte siebenzehn,der andere achtzehn Pfeifen. Beide wurden ohnmächtig, ver-fielen in einen Zustand von Stupor und starben. Nach einerin Englischen Zeitungen enthaltenen Nachricht, verschied imJahr 1850 zu Eheltenham ein dreizehnjähriger Knabe inFolge unmäßigen Tabakrauchens.
Vielfältig sind ferner die nachtheiligen und giftigen Wir-kungen des Tabaks auf den Menschen wahrgenommen wor-den, da man sich desselben in früherer Zeit häufig als einesäußeren und inneren Arzneimittels bediente. Die Eigenschaftdes Tabaks beim Kauen Schwindel zu erregen, war bereitsEonrad Gesner') bekannt. Die Anwendung grüner odergepülverter trockner Tabakblätter, eines Aufgusses, einer Ab-kochung, des empyreumatischen Oels auf die äußere Haut,auf Wunden und Geschwür-Flächen hat nicht selten sehr übleFolgen und verursacht selbst Vergiftungs-Zufälle, wie ausfolgenden Beobachtungen erhellet.
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