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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Krüger* *) gedenkt der schädlichen Wirkungen des ge-pulverten Tabaks gegen Kopfgrind (bavus). Dreien Kin-dern, die daran litten, hatte die Mutter auf den Rath einesalten Weibs Tabak-Pulver auf den Kopf gestreut. Balddarauf stellte sich große Mattigkeit und erschwertes Athmenein. Da Krüger hinzugerufen wurde, fand er ein Kind be-reits todt. Die beiden anderen jedoch erholten sich allmälig,nachdem starker Schweiß eingetreten war. Ferner erzählt ereinen Fall, in dem Kinder, denen gegen dasselbe Uebel eineSalbe, aus Tobak-Pulver und Butter bestehend, eingeriebenwar, von Schwindel und heftigem Erbrechen befallen wordenwaren, welche vierundzwanzig Stunden andauerten.

Lebenwald 2) gedenkt eines jungen Mannes, der einencomplicirten Bruch des Oberschenkels hatte, wobei die Mus-keln in einer großen Strecke entblöst waren, und dem einWundarzt gepulverten Tabak auf die Wunde gestreut hatte,worauf sehr heftiges Erbrechen eintrat. Auch A. Steven-son^) erwähnt eines Falls, in dem ein Tabakblatt auf einGeschwür des Arms gelegt, Erbrechen verursachte.

Marigues*) gedenkt der nachtheiligen Anwendungeiner Abkochung des Tabaks gegen die Krätze. Einem Mäd-chen, 23 Jahr alt, das von der Kräze befallen war, riethein Charlatan, drei Unzen Tabak mit Wasser zu kochen, sichmit der Abkochung zu waschen, und im Bette Tücher mitderselben befeuchtet, auf die Haut zu legen. Drei Stundennach dem Beginnen dieser Cur, fühlte das Mädchen Schauder

') Mscellunvu ^osciemiae d'sturae Ourivsvrum. vecur II. 4.

I68S. p 46.

*) Lbenck vec. 2 ^mi. 2 Obs. 108. p. 263.

LIslon Uskeris meäioa r. 2. p. ISO.

ObservLiioi» sur I» vertu einetiyne clu tsbue; In Vuuckermoncke

iieoueil perioaiqne ci'Observstioiis cke lileUecine. 3uiIIet I7S7.P. 87.

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