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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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in Lerour Journal ist ein Fall erzählt, in dem ein mit^rontes tlnrtrouses behafteter Mensch unter Vergiftungs-Erscheinungen starb, nachdem er dieselben mit einer Abkochungvon Tabak gewaschen hatte.

Man bedient sich des Tabaks ferner nicht selten als einesäußeren Arzneimittels unter verschiedenen Verhältnissen. Solegt man grüne Tabakblätter, oder mit Wein befeuchtetenTabak auf den Hals, um den Kröpf zu vertreiben. Frauenlegen sie bei der Abgewöhnung der Kinder auf die Brüste,um die Absonderung der Milch aufzuheben. Man wendetsie auf den Unterleib an gegen hysterische Zufälle und zurVertreibung von Eingeweidewürmer. Dieser Gebrauch istnicht ohne Gefahr. Eh. I. Lange') sah bei der Auflegungvon Tabak auf die Nabelgegend gegen EingeweidewürmerUebelkeit und Erbrechen eintreten. Auch in der LäinburKliKktUeul 2) ist eine Beobachtung mitgetheilt, in der

mit Weinessig befeuchteter Tabak auf den Unterleib gelegt,Erbrechen verursachte. Durande^) ferner gibt an, daß einjunger Mensch gegen Ue^ieuli inKuinnle8 eine Abkochungvon 2 Unzen Tabak mit Wasser gebrauchte und davonUeberschläge auf die Schamgegend machte, worauf er Schwin-del, Uebelkeit, Erbrechen und Durchfall bekam.

Da der Tabak ehemals öfters als ein Harn treibendesArzneimittel gebraucht wurde, so hat man auch Gelegenheitgehabt, die schädlichen Wirkungen des in den Magen einge-führten Tabaks wahrzunehmen. Gepülverter Tabak, einAufguß, eine Abkochung, sowie destillirtes Tabak-Wasser

Oper. tleUic. ?. I. p. 488.r) Vol. 2 p. 41.

^) Okservgtio» s»r I'effet «I» tnbse nppliqiie sxterienrement; inlliswire cks In sociele rassle <i« /Uedeeine. IV 2 p. 299'

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