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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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362
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S62

Da sein Gebrauch aber oft Eingenommenheit des Kopfs,Schwindel, Stupor, Convulsionen, Uebelkeit und Erbrechen,und selbst den Tod verursachte, so hat Culten') die innereBenutzung des Tabaks verworfen. Dagegen zeigt sich nachRiverius?), I. Heurnius^), Ettmüller^) und an-derer Beobachtungen ein in die Mundhöhle aufgenommenerAufguß oder eine Abkochung des Tabaks oft sehr wirksamgegen Zahnweh, besonders bei hohlen Zähnen. Gleiche Wir-kung hat das Tabakrauchen. Das Nicotin stumpft dieEmpfindlichkeit der Zahnnerven ab, und bewirkt durch dievermehrte Absonderung des Speichels eine Ableitung deSBluts von dem entzündeten oder gereizten Zahnkeim. Auchals ein wirksames Klystier kann in manchen Fällen ein Auf-guß des Tabaks in geringer Menge benutzt werden.

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Opers meclica p. 118.