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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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u. a. haben die Behauptung aufgestellt, daß der Tabak einlangsam wirkendes, das Leben verkürzendes Gift sei. Soäußert Tissot, er habe keinen Tabakraucher gekannt, derein hohes Alter erreicht habe. Dagegen lassen sich aber vielehinlänglich beglaubigte Beispiele von Tabakrauchern anführen,die sehr alt geworden sind, und denen aus dem Rauchenkein Nachtheil für ihre Gesundheit erwachsen ist. Derberühmte Newton, der täglich mehrere Pfeifen rauchte, er-reichte ein Alter von 84 Jahren; Isac Walton wurde80 Jahre alt, Thomas Hobbes in Malmesburp 92,William Lloyd, Bischof von Asaph, 99 Jahre. ImHospital der invaliden Seeleute in Greenwich wurde mir ver-sichert, daß die ältesten Invalide» meistens Tabakraucher sind.ES laßt sich selbst eine Reihe von Rauchern anführen, direin Alter von hundert Jahren und darüber erreicht haben.Im Jahr 1792 starb im Holsteinischen ein arbeitsamer Land-mann, Namens Stender, im 103. Jahre, der sehr gernTabak geraucht hattet). Im Jahr 1841 lebte zu Radinitz,einem Dorfe des Bunzlauer Kreises ein Mann NamensMathias Sluka, der im Jahr 1737 zu Swilowitz geborenwar, und seit seinem neunzehnten Jahr, da er Soldat ge-worden, leidenschaftlich Tabak geraucht hatte. Der Greishatte sich noch des vollständigen Gebrauchs seiner Sinne zuerfreuen. Im Jahr 1847 starb zu Trieft der Invalide LucaBrissiac, in einem Alter von 116 Jahren, der bis zu sei-nem letzten Lebensjahr ein Freund der Tabakspfeife gebliebenwar. In Hildhausen in Schlesien erreichte Heinrich Hartz,der von seiner Jugend an Tabak geraucht hatte, ein Altervon 142 Jahren. Ein im Jahre 1849 in Heidelberg leben-

') Schleswig-Holsteinische Provinzial-Blättcr 1792 .