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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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406
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Opiumrauchens auf die Gesundheit und die Sittlichkeit deschinesischen Volks zu schildern. Sie bezeichnete es als einGift und bot alles aus, die moralischen Gefühle ber Chinesendagegen rege zu machen, sowie das Ehrgefühl der fremdenKaufleute gegen einen Handel in Anspruch zu nehmen, wel-cher das Wohl des Volks zu zerstören drohe. Alles dies bliebohne den gewünschten Erfolg; denn der Reiz des Genussesübte eine solche Macht aus, daß sich das Opiumrauchen überganz China und unter allen Standen verbreitete, und selbstin den kaiserlichen Pallast zu Peking eindrang.

Seit dem Umsichgreifen des Opiumrauchens in China hobsich die Production des Opiums in Indien ungemein, namentlichin den Provinzen Benares, Patna und Malwa; und der reicheErtrag der Ernten wurde zu hohen Preisen verkauft. Die ostin-dische Compagnie zahlt den Producenten für die Kiste Opiumdurchschnittlich 35 Pfund und verkauft sie in den Auctionennicht selten um 150 Pfund. Wie sehr der Verbrauch desOpiums in China zunahm, erhellet aus den britischen Han-dels-Berichten'). Im Jahr 1810 betrug die Zahl der auSIndien in Kanton eingeführten Opium-Kisten bereits 2500.

Kisten

Im Jahr 1816 wurden 3,210

im Werthe von

Dollars

3,657,000 eingeführt.

— 1820

— 4,770

—

—

5,400,800 —

— 1825

— 9,621

—

—

7,608,205 —

— 1830

— 18,760

—

—

12,900,031 —

— 1832

— 23,760

—

—

15,338,160 —

— ,836

— 27,111

—

—

17,904,248 —

Im Jahr 1837 wurden 34,000

und

im Jahr 1838 sogar

48,000 Kisten

eingeführt,

nachdem

der

Preis für die Kiste

von 1139 auf 600 Dollars herabgesunken war.

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