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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Auf solche Weise deckten die Engländer durch die Opium-Einfuhr nicht nur den Saldo des aus China ausgeführtenThees und anderer Waaren, sondern sie zogen selbst oft großeSummen aus dem Lande, indem der Preis einer Kiste Opiumzuweilen bis auf 3000 Dollar stieg.

Opium wird außerdem in China aus den Hafen der Le-vante durch Schiffe der Vereinigten Staaten eingeführt.Dieses ist jedoch bei seinem größeren Gehalte an Norpkiumals das Indische Opium, und seiner Bitterkeit wegen, vonden Chinesen weniger geschätzt.

Im Jahr 1839 fand sich die chinesische Regierung be-wogen, den Großmandarin Lin von Peking mit ausgedehn-ten Vollmachten nach Kanton zu senden, um den verhaßtenOpium-Handel mit einem Schlage zu zerstören. Durch kräf-tige Maßregeln zwang er die englischen Kaufleute in Kanton,das in den Schiffen und Magazinen befindliche Opium andie chinesischen Behörden auszuliefern. Mehr als 20,000Kisten, angeblich im Werth von 4 Millionen Pfund Sterling,wurden den Chinesen übergeben und von ihnen zerstört. Dießgab die Veranlassung zu dem im Jahr 1840 zwischen Groß-britanien und China ausgebrochenen Krieg, dessen unglück-licher Ausgang für das himmlische Reich der Mitte bekanntist. Durch den am 26. August 1842 abgeschlossenen Frie-dens-Vertrag hat die britische Regierung die Verpflichtungübernommen, den Handel ihrer Unterthanen mit Opium nachChina nicht zu gestatten. Das Verlangen der Chinesennach diesem ihnen zum Bedürfniß gewordenen Genusse istaber so unwiderstehlich, daß sie den Schleichhandel mitdiesem Erzeugniß des britischen Indiens nach wie vor be-günstigen. Und dieser wurde noch durch die Abtretungder Insel Hong-kong an die Briten, sowie durch die Eröff-