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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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408
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nung der Hafen von Emop, Fu-tscheu-fu, Ning-po undSchan-Hai für englische Schiffe sehr befördert.

Einige zwanzig englische Schiffe, jedes von 4 bis 500Tonnen Gehalt, sind noch immer mit dem Schmuggel-Handeldes Opiums in Kanton beschäftigt, der auf folgende Weise,wie vor Ausbruch des Kriegs, betrieben wird. Das Opiumwird als eine verbotene Waare in Kanton nicht in Maga-zine gebracht, sondern es wird in besonderen Magazin-Schif-fen (Store-SIn'ps) aufbewahrt. Diese lagen vor dem letztenKriege an der kleinen Felseninsel Linting von der Loeoa,liSris; oder in den zahlreichen Durchfahrten zwischen denInseln an der Küste vor Anker. Nach dem Ausbruch derFeindseligkeiten hatten sie ihren Standort in der Bai vonTeipa bei Macao oder auf der Rhede von Hong-kong. DerSchmuggelhandel wird auf zweierlei Weise betrieben '). Ent-weder werden die Opium-Kisten auf kleine englische Fahr-zeuge gebracht, die längst den Küsten hinfahren und in be-stimmten Buchten anhalten, um die Waare an bekannte ver-traute Ehinesen abzusetzen. Oder aber wohl bewaffnete Chine-sische Schmuggler-Schiffe, Tscheong-long-tien genannt, ho-len das Opium von den Englischen Magazin-Schiffen ab,und übergeben es den in den zahlreichen Armen des Kanton-flusses harrenden Chinesischen Handelsleuten. Das Opiumwird stets nur gegen Silber abgesetzt, seien es nun spanischePiaster, oder Silberbarren (8«i8i). Das Geld wird vonden am Bord der Magazin-Schiffe befindlichen Wechslerngewogen, und erst wenn das Silber als rein erkannt unddie Zahluug vollständig ist, geschieht die Auslieferung deSOpiums.

ksviie <Ie I'vrieot. dlov. 1844.