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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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sprachig, und brechen oft über die geringfügigsten Dinge inlautes Lachen auS. Manche aber werden jähzornig und streit-süchtig. Ihr Antlitz ist lebhaft geröthet und zeigt den Aus-druck großer Aufregung. Die Augen funkeln, die Athmen-Bewegungen sind beschleunigt und der Kreislauf des Blutsist rascher. Das Herz klopft oft und heftig, und der Pulswird häufig, schnell, voll und hart. In diesem Zeitraum derAufreizung ist die Nerventhätigkeit erhöht, und über denganzen Körper verbreitet sich ein Gefühl von Wärme undgroßem Wohlbehagen. Alle Empfindungen sind lebhafter.Die Einbildungskraft ist thätiger und ihre Bilder sind glän-zender. Aus dem früheren Leben tauchen oft angenehmeErinnerungen auf, und längst aus dem Gedächtniß verschwun-dene Ereignisse und Umstände treten wieder hervor. Die Zu-kunft stellt sich im heitersten Lichte dar, und alle Lebenspläneerscheinen gelungen und mit Erfolg gekrönt. Dieß sind dieErscheinungen, wie sie Englische Aerzte beim Lpiumrauchen,auch an sich selbst, wahrgenommen haben.

Wird das Rauchen nun noch längere Zeit fortgesetzt, sostellt sich der Zeitraum der Ueberreizung, der Abspannungund Betäubung ein. Die Raucher hören auf zu sprechen.Ihr Antlitz erblaßt und die Züge werden hängend und ein-gefallen. Die Haut ist kalt und mit Schweiß bedeckt. Siestrecken die Glieder aus. Das Bewußtsein schwindet, und sieliegen regungslos wie todt da. Sie versinken in tiefen Schlaf,der nach der Menge des verbrauchten Opiums eine halbebis mehrere Stunden dauert. Das Erwachen erfolgt mitdem Gefähl großer Mattigkeit und Erschöpfung. Das Antlitzist todtenbleich, die aufgetriebenen gerötheten Augen sindglanzlos und trüb, und die ganze Physiognomie verräth großeAbspannung und Abstumpfung. Das Athmen erfolgt lang-