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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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vor. In Borderindien wird die Areka-Palme cultivirt, undzwar in Menge auf dem Maiffoore Plateau und in Malabar,jedoch nicht nordwärts bis Guzurate, wo sie nicht mehr ge-deiht. Biete Nüße werden nach Bombay, Surate, Bengalenund in die Birmanenländer exportirt. Nach Birey undMorin 2) enthält die Betelnuß ein flüchtiges und fettesDel, vielen Gerbstoff und Gallussäure. Sie schmeckt herbund adstringirend.

Der Betel wird auf folgende Weise zum Kauen bereitet.Die Arekanuß, welche nach Wegnahme der äußeren grünenund harten Schale die Größe einer Muskatnuß hat, wirdder Länge nach in vier bis acht Stücke geschnitten. JedesStück wird dann in ein Blatt des Betelpfeffers gewickelt,welches zuvor mit etwas ungelöschtem Kalk oder Muschelkalk,Ehunak, bestreut ist. Man schätzt die Betelblätter am meisten,wenn sie jung, grün, zart und saftig sind. Auf solche Artwird ein längliches, fingerdickes Röllchen gebildet.

Die Malaien haben den Gebrauch, mit dem Betel zugleichnoch andere adstringirende Substanzen, Kaschu oder Gambir,zu kauen. Das Kaschu, in Hindostan LIrat, 6ut oder Outoügenannt, ist der eingedickte und erhärtete Saft einer Acacien-Art (.^vavis, oateeku), der lange Zeit für eine Erde gehalten,und unter dem Namen der Japanischen oder Catechu-Erde(Ivrru japoiücu, «ateelui) bekannt war. Der Baum,welcher Kheir heißt, wächst häufig in den Wäldern Indiens ,namentlich im nördlichen Bengalen am Fuße des Himalaya ,besonders in der Provinz Eocän auf der Westseite der vor-derindischen Halbinsel, im Berglande der Ghats, sowie in

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