42S
Ava und im Reiche der Birmanen. Die Ghorkhalesen undschwarzen Doms im Gebirgslande Kamaun kochen die Spähnedes Holzes mit Wasser, seihen die Flüssigkeit durch, unddicken dieselbe bei gelindem Feuer zu einer festen Masse ein.Das Kaschu wird nach Benares und die Insel Singaporgeführt, von wo es als ein wichtiger Handelsartikel an dieBewohner der Sunda-Jnseln und Chinas abgesetzt wird.
Das Gambir, eine hellbraune, bittere und stark zusammen-ziehende Substanz, ist das Erzeugnis; eines fünf bis sechsFuß hohen Strauchs, des Gambir-Strauchs (Muolss, Kuinbir8. svulents,), aus der Familie der Nubiaceen, der in Malacca ,auf der Insel Bintang, an der Lstküste von Sumatra zuSiak, Kampar und Indragiri, sowie an der Westküste vonBorneo gebaut wird. Won seiner Cultur hat vr. WilliamHunt er ') ausführlich gehandelt. Mit derselben und derBereitung des Gambirs beschäftigen sich vorzüglich die dortlebenden Chinesen. Nach Ainslie werden die Blätter mitWasser begoßen und in eisernen Gefäßen gekocht. Die durch-geseihte Flüßigkeit wird alsdann eingedickt und getrocknet.Das Gambir wird nach Java und andern Sundainseln,sowie nach Cochinchina, China und Japan ausgeführt. DaSKauen jener Substanzen mit dem Betel verursacht einenbitterlichen, herben, adstringirenden Geschmack, dem bald einangenehmer süßlicher aromatischer Geschmack folgt.
Das Betelkauen ist ein sehr alter Gebrauch, dessen Ur-sprung nicht bekannt ist, wahrscheinlich aber, wie Crawfurdmeint, auf den Sunda-Inseln , dem Vaterlande der Areka-Palme entstanden ist, und sich von hier nach Vorder- und
>) l'rsnssotioos ok tde I.iooear> Society. Vol. 9 x. 213.
llistor^ ok tde loäisn LredipelsZo. Lckinburgk 1820. Vol. I. p. 101.