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Geschichte des Tabaks und anderer ähnlicher Genussmittel / von Friedrich Tiedemann
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Hinterindien, nach China und Japan verbreitet hat. ZurZeit da Marco Polo Indien besuchte, war es bereits all-gemein üblich. Er sagt: alle Bewohner der Stadt Kael,sowie die Eingeborenen Indiens überhaupt, haben die Ge-wohnheit in ihrem Munde beständig das Blatt Tambul ge-nannt, zu führen, wodurch die Absonderung des Speichelsvermehrt wird. Tambul ist der Persische Name des Betels,welcher schon bei Avicenna vorkommt.

Im Jahr 1498, da Vasco deGama am Hof desZamorin Samadrija Raja in Kalcutta zur Audienz ge-lassen wurde, reichte diesem ein Hofbeamter öfters einen Betel-bißen aus einer prächtigen goldenen Dose. Daneben standein goldenes Gefäß zum Ausspucken und ein Becken mitWasser zum Ausspülen des Munds, wenn der ZamorinBetel gekaut hatte. Pigafetta ferner, der BegleiterMagelhan's auf der Reise um die Welt berichtet vondem Aufenthalt auf Messana, einer der Philippinischen Inselnfolgendes: Die Eingeborenen kauen beinahe unaufhörlicheine Frucht, die sie Areka nennen, und die einer Birneähnlich ist. Sie schneiden sie in vier Stücke und wickelndann jedes in ein Blatt von einem Baume, Betel genannt,dessen Blätter denen des Lorbeerbaums ähnlich sind. Siestecken es alsdann in den Mund, und spucken es wiederaus, wenn sie es lange genug gekaut haben, wovon ihnender Mund sehr roth wird. Jedermann bedient sich dieserFrucht zur Erfrischung, und man sagt, sie könnten sich der-selben nicht ohne große Gefahr für ihre Gesundheit ent-halten.

Dbiger Gebrauch hat sich bis auf den heutigen Tag beiden Malaien, Cingalesen, Hindus, Birmanen, Siamesen undCochin-Chinesen erhalten, und ist auch nach China und Ja-