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Styptische Salze.
8) Von dem Vitriolsicden giebt Sct)lükcr in dem vor«trefflichen Buche: Unterricht von Hürrewcrkcii S. 574.u. f. die beste und zuverläßigste Nachricht.
9) Man kann zwar von allen Schwefelkiesen Vitriol,aber nicht von allen Vitriolkiesen Schwefel machen: wiez. E. der Schwarzenbergische keinen giebt.
10) Im Commercienwesen wird der Vitriol nach de-nen Ocrtern, wo er gemacht wird, genennet, als Ungari-scher, Böhmischer, Schlesischer, Salzburgischer, Hirsch-bcrger, Goßlarischer, Schwedischer, Spanischer, Sächsi-scher , Englischer, Dänischer Vitriol, u. s. f. Diese Vitrio-le bestehen mehremheils aus Eisen und Kupfer, und sindfolglich alle gemischt.
n) Im Handel ist der grüne Vitriol der wohlfeilste,denn kömmt der weiße, und endlich der Cyprische.
12) In der Chemie, Pharmacie, Arzenenkunst, undvielen mechanischen, ist der Vitriol von großem Nutzen.
§. w.
Alaun, Blumen, Lt^pteris 6rsec. O»
Der Alaun ist das zwente styptische Salz, davon ichnun zu handeln habe. Es ist derselbe ein süß adstringiren-des Salz, welches im mäßigen Feuer sich anfänglich auf-blähet u. fließt, und hernach wieder hart wird, doch dergestalt,daß es nunmehr eine große Leichtigkeit annimmt. Es macht,wenn es aus feinen Minern ausgesotten ist, feste achteckigteCristallen, und ist weiß, oder etwas rörhlich. Es bestehtaus der Vicriolsäure und einer besondern Erde, die man ei-gentlich weder kalkicht, noch thonicht nennen kann, und dieman außer der Verbindung mit der Vitriolsäure bisher nir-gends in der Natur gefunden hat.
§. ir.
Wie der Alaun gefunden wird»
Dieses Salz zeiget sich zum theil, obwohl selten, alleinund gediegen, sowohl feste, als in einer federhaften Gestalt,
Vogels Mnreralsyst. S und