Salze, die nicht schmelzen. 285
welche eine gewisse Anzeige zum Steinsalz giebt und sichzuerst in den Gruben findet. Das unreine oder bröcklichteSteinsalz wird gemeiniglich durch eine Auflösung gereini-get und cristallssirt, und als Speisesalz verhandelt, welcheszwar nicht wieder in so gar große Cristallen anschießt, je-doch aber in etwas größere, als unser Brunnensalz. Uebri,genö unterscheidet sich dasselbe von den andern Arten dar»inne, daß es das allerhärteste ist und sich mit einem Lau»gensalze präcipitiret.
§» 28»
Brunnensalz, Küchensalz, §sl fontamnu, 8sl crilinare.
Das Brunnensalz führen gewisse Quellwasser bey sich;und wenn dessen nicht zu wenig darinne ist, muffen der Ge-halt nicht überall einerley, so werden solche in Brunnen ge-fangen, und zum Verfieden angewendet. Der Gehaltaber kann von ein paar Quenten bis zu drey, vier, fünf,sechs Unzen in einem Pfund Sole (denn so nennt man dasgesalzene Wasser) steigen. Die reichsten Solen sind inEngland. Zu Barton und Nortwich hat man Quellen,
die ^ oder ^ an Salz besitzen. Die Solen zu Drckt-
wich, Upwich und andern Orten haben doch -r-Z4; und dieschwächsten noch ^44: weswegen man in diesem Reichekeine Gradirhäuser oder Leckwerke hat, die hingegen anverschiedenen Orten in Deutschland, namentlich bey Allen-dvrf in Hessen, bey Sülbeck und Salzderhelden in unsermFürstenihum Grubenhagen, bey Kesen ohnweit Naum-bürg, bey Salzungen im Meinungischen, bey Creuzburgim Eisenachischen, bey Aschersleben, bey Colberg, und inmehrern andern Ländern nöthig sind. Doch giebt es auchin Deutschland reiche Solen, bey dem kein Gradiren nö-thig ist; und eine von den reichsten ist die Hällische imMagdeburgischen, die in einem Pfunde drey Unzen unddrey Quenten Salz hält. Das meiste Salz wird in Halle,Salze, Schönebeck im Magdeburgischen, Lüneburg, Salz-
derhel-